Unsere Geschichte

Unsere Geschichte

1095
Papst Urban II Kreuzzug Aufruf
Papst Urban II. ruft zum Kreuzzug auf.

1096
Grab Jeus
Beginn des 1. Kreuzzuges zur Befreiung des Heiligen Grabes

1099
Eroberung Jerusalems
Eroberung Jerusalems

1118 / 1119 / 1120 (?)
Templerorden - König Balduin II

Quartierüberlassung durch König Balduin II.
Hugo de Payens gründet mit acht weiteren französischen Rittern den Orden, der seinen Namen von seinem Quartier auf dem Tempelberg erhält, den sie von König Balduin II. in Form einer Abtretung von Teilen seiner Residenz erhalten:

Mittelalterkarte Templerorden Jerusalem

Tempelbezirk in Jerusalem im oberen rechten Viertel

“Die Arme Ritterschaft Christi vom Tempel Salomonis”.

Der Heilige Bernhard von Clairvaux, Abt und Wegbereiter des Templerordens, legte mit seinen Ausführungen, die die unterschiedlichen Ideale von Mönchtum und Rittertum in Einklang brachte, die Basis, dass diese Idee überhaupt Wirklichkeit werden konnte.

Bernhard von Clairvaux Ordensregeln

Benedikt übergibt Ordensregeln an Mönche seines Ordens

Bernhard_von_Clairvaux

Bernhard von Clairvaux – spiritueller und ideeler Förderer des Templerordens

Außerdem redigierte er die Ordensregel, die beim Konzil von Troyes kirchlich anerkannt wurde.

Bernhard Ordensregel
Übergabe der Ordensregeln an den Templerorden durch den Hl. Bernhard von Clairvaux

1128
Benedikt lehrt im Kapitelsaal
Benedikt lehrt im Kapitelsaal

Konzil von Troyes Templerregel
Auf dem Konzil von Troyes bekommt der Templerorden seine kirchliche Anerkennung durch Papst Honorius II.  und den weißen Mantel, der sich an der Tracht der Zisterzienser orientierte, verliehen. Die Anerkennung durch den Papst auf einem Konzil ebnete auch wesentlich den weltlichen Erfolg des Ordens.

1128 – 1215
Affiliiertenurkunde Donatus Petrus de Lucho

Affiliiertenurkunde des Donaten Petrus de Lucho 1128
Gründung von Bruderschaften, die den Templerorden als Affiliierte durch Schenkungen und durch ihre gesellschaftpolitischen Kontakte bedeutend förderten

1132
Einseitige Affiliierung von adeligen Frauen an den Templerorden in Spanien

1147
Ordensmantel Templerkreuz
Am 27. April gewährt Papst Eugen III. in Paris den Templern das Recht, ständig das rote Tatzenkreuz – das “Templerkreuz” – auf ihren Mänteln zu tragen.

1147 – 1149
Kreuzzüge

2. Kreuzzug
Der Templerorden beteiligte sich vom 2. bis zum 7. Kreuzzug.

1179/1215
Konzil von Pisa
Kirchliche Reglementierung im Sinne einer versuchten Beschränkung der stark wachsenden Bruderschaften des Templerorden, die eine starke finanzielle und soziale Unterstützung durch ortsansässige Adelige waren, anlässlich der Lateran-Konzilien

1187
Schlacht bei Hattin

Schlacht bei Hattin
Die Schlacht bei den “Hörnern von Hattin” hatte die vernichtende Niederlage des Kreuzritterheeres zur Folge.

Übergabe Jerusalems an Saladin
Unterwerfung und Übergabe von Jerusalem
Jerusalem geht an die Moslems in der Folge der verlorenen Schlacht unter der Führung von Sultan Salah-ad-Din (Saladin) verloren.

1189 – 1192
3. Kreuzzug

1196
Affiliierung von Ehepaaren mit Wohnrecht in separaten Wohngebäuden auf Komtureigelände in Spanien

1198
Templerkommenden Katalonien1

Doppelkommende El Rourell und Barberà mit Ermengarda de Oluja als Komturin der Templerschwestern in Spanien ist durch eine Oblationsurkunde von 1198 belegt

1212 – 1204
4. Kreuzzug

1212
Templerbezirk Paris

Staat im Staate: Templerbezirk innerhalb der Stadtmauern von Paris

Neuer Sitz des Ordens wird der “Temple” in Paris.

1228 – 1229
5. Kreuzzug

1248 – 1254
6. Kreuzzug

1270
7. Kreuzzug

1272
Übertragung der Rechte am Zisterzienserinnen-Kloster in Mühlen von Bischof Eberhard I von Worms an den Templerorden in Deutschland

1291
Akkon Templerbezirk

Akkon mit Templerbezirk

Mit dem Fall Akkons hörten die Lateinischen Staaten im Heiligen Land auf zu existieren.

1293
Molay
Jacques de Molay wird auf Zypern zum Großmeister der Templer gewählt.

1296
König Philipp IV von Frankreich
König Philipp IV. – “der Schöne” – von Frankreich führte die Münze Maille blanche

Maille blanche Philipp IV

neu ein, bei der der Silbergehalt drastisch gesenkt wurde.

1297
Schuldschein Philipp IV
Verschuldung König Philipps IV. beim Templerorden, die u.a. durch diese Quittung belegt ist.

1306
König Philipp IV. sucht Zuflucht im Ordenshaus des Templerordens in Paris vor einem Volksaufstand, der durch seine Geldknappheit und die durch ihn durchgeführte Münzabwertung ausgelöst worden ist.

1307
Kreuzerhöhung

Kirchliches Hochfest Kreuzerhöhung

Am 14. September 1307 – datiert auf das wichtige kirchliche Fest Kreuzerhöhung – ordnete König Philipp IV. die Verhaftung aller Templer an. Die Wahl dieses Tages ist ein wichtiges Indiz dafür, dass es sich um einen wohl überlegten Entschluss gehandelt hat, der die Gefangennahme, die Zuführung zu einer kirchlichen Verurteilung und verbunden mit der Beschlagnahmung des umfangreichen Vermögens mit beinhaltete.

Verhaftung der Templer Frankreich
Am Freitag, dem 13. Oktober 1307, läßt König Philipp IV. fast alle Templer in seinem Land verhaften.

24.10.1307:
Jacques de Molay wird durch den Inquisitor Imbert verhört, und zwar unter Anordnung der Folter.

27.10.1307:
Papst Clemens V. legt Protest gegen Gefangennahme und Folter der Templer ein.

28.10.1307:
Jacques de Molay muss auf königlichen Geheiß das “Geständnis” öffentlich ablegen.

Nov./Dez. 1307:
Jacques de Molay widerruft sein “Geständnis”.

1309
Einsetzung einer päpstlichen Untersuchungskommission, bei der den Templern erstmals ein Verteidigungsrecht eingeräumt wird

1309 – 1310
Jacques de Molay wird im Laufe der Zeit von der päpstlichen Kommission dreimal verhört

1310
Templerpogrom
Templer-Pogrom
Der Pariser Erzbischof verurteilt auf Druck König Philipps IV. unter Umgehung von Papst Clemens V. am 12. Mai 54 Templer zum Tod auf dem Scheiterhaufen.

Am 30.05. stellt daraufhin die päpstliche Kommission ihre Arbeit ein.

1311 – 1312
Templerunterwerfung
Unterwerfung des Templerordens unter kirchliche Autorität

Templeranklage
Kirchliche Gerichtsbarkeit
Das Konzil von Vienne widerstand dem Druck von König Philipp IV. und entschied, dass die im Templerprozess dem Orden vorgeworfene Häresie und Blasphemie nicht nachzuweisen sei.

1312
Papst Clemens V
Papst Clemens V.
Auf dem Konzil zu Vienne hebt Papst Clemens V. auf Druck des Königs und ohne Zustimmung der Kirchenversammlung den Templerorden mit der Bulle “VOX IN EXCELSO” auf. Der durch die Vorgänge entstandene “schlechte Ruf des Ordens” wurde aber zum Anlass genommen, den Templerorden aufzulösen, um damit “Schaden von der Kirche abzuwenden. Die Besitztümer wurden in weiteren Bullen den Johannitern übertragen. Dennoch enthielt sie kein Urteil über die Berechtigung der erhobenen Vorwürfe.

Diese Bulle brach den Widerstand der Templer, die ausschließlich päpstlicher Gewalt und Rechtsprechung unterstanden, gegen die Verfolgung in den Templerprozessen durch die französische Krone. Einzig die Rettung des eigenen Lebens konnte nun noch das Ziel sein.

1314
Am 18.03. verurteilt das Kardinalskollegium die Templer zu lebenslanger Haft. Daraufhin widerruft Jacques de Molay am gleichen Tag sein Geständnis.
König Philipp IV. ordnet als Reaktion darauf sofort das Todesurteil an.
Großmeister de Molay Tod
Am 18. März wird Jacques de Molay zusammen mit dem Praeceptor der Normandie auf der Ilot des Juifs westlich der Ile de la Cité auf dem Scheiterhaufen verbrannt.Molay letzter Großmeister
Noch im selben Jahr sterben König Philipp und Papst Clemens. In den nachfolgenden Jahrhunderten besteht der Orden in verschiedenen Ländern hauptsächlich Westeuropas weiter, unter anderem in

Montesa-OrdenSpanien als Montesa-Orden ,

Christusordenin Portugal als Christus-Orden und in Schottland.

1312 – 1324
Rechtsstreit der Templerschwestern des Klosters Mühlen in Deutschland: Verweigerung der Anerkennung der Übernahme des Kloster durch die Johanniter mit Verweis auf das Ordensgelübde gegenüber dem Templerorden

1705
1705 Statut Wappen
Der “Ordre Du Temple” rekonstituiert sich in Versailles mit neuen Statuten als Laienritterorden, der an die alten Traditionen anknüpft.

1805
Napoleon Bonaparte
Napoleon I.
Eine von Napoleon I. eingesetzte Kommission stellt die Unschuld des mittelalterlichen Ordens fest, der daraufhin vom Kaiser rehabilitiert wird.

1814
Ludwig XVIII
König Ludwig XVIII.
von Frankreich übernimmt das Protektorat über den Orden.

1845
Ökumenelogo
Der französische Templerorden erwies sich mit der Entscheidung – Christen unabhängig von ihrer jeweiligen Konfession aufzunehmen – als Vorreiter der Ökumene.

1845
Papst Gregor XVI
Papst Gregor XVI.
Entscheidung des Ordens für die Beibehaltung der ökumenischen Ausrichtung und gegen die Wiederanerkennung seitens der katholischen Kirche unter Papst Gregor XVI.

1853
Napoleon III
Kaiser Napoleon III.
bestätigt am 18. Juli den Status des Ordens als “Ordo Supremus Militaris Hierosolymitani”.

1942
Während der Wirren des Zweiten Weltkrieges wird die Regentschaft ins neutrale Portugal verlegt.

1953
Der evangelische Theologe Dr. Heuer begann in Nürnberg mit Gleichgesinnten die Arbeit der Reaktivierung eines Templerordens in Gedenken an den letzten Großmeister de Molay auf deutschem Boden.

1957
Gründungsfoto
Bildung einer deutschen Observanz unter dem Namen “JAKOB MOLAY-COLLEGIUM des souveränen Tempelherren Ordens e.V.”  – 1972 gab sich der Generalkonvent den Namen Deutscher Tempelherren-Orden – ORDO MILITIÆ CRUCIS TEMPLI e.V.” Weltlich und geistlich stand Prof. Dr. Heuer dem Orden nun vor. Seit dieser Zeit wird am 16.12. dem offiziellen Gründungstag gedacht.

Generalvisitator des reaktivierten ORDO MILITIÆ CRUCIS TEMPLI wurde der französische Großprior Guéradelle.

1959
OMCT-DTHO Affiliierung OSMTH-Portoaffiliiert sich der OMCT mit dem OSMTHOrdo Supremus Militaris Hierosolymitani – Porto.

 Bis 1964

1962 Ordensregierung

Entwicklungsschritte des Ordens:
Einführung des neuen Standes von affiliierten Ordensdamen (“Damen vom Tempelkreuz”),
mit Teilnahmerecht an der Ordensliturgie und an offenen Konventen, Durchführung caritativer Tätigkeiten

Gründung eines Konvents in Jerusalem,
der sich u.a. um die örtliche Verteilung der Sachspenden aus dem medizinischen Bereich kümmerte bzw. zur Studienfinanzierung christlich palästinensischen Stipendiaten beitrug

Neue Komtureien in Österreich und in der Schweiz
als weitere Höhepunkte der seinerzeitigen ordensgeschichtlichen Entwicklung

Im Jahr 1964 kam es dann zu der bis heute einzigen Abspaltung von unserem Orden.

1983
Gründung eines ehrenamtlichen Templer-Hilfsdienstes der Komturei Dortmund, der bis zu seiner Einstellung auch Krankentransporte übernahm

1992
Verabschiedung der Charta für gemeinsame Tätigkeit aller Templer-Orden bei Achtung der gegenseitigen Unabhängigkeit:
Ökumene – Eintreten für Menschenwürde und Völkerverständigung – gemeinsame Forschung in der Templerhistorie – Austausch der Forschungserkenntnisse in gemeinsamen Foren

1997
OMCT Templerkreuz
MarkenrechtGründung des ORDO MILITÆ TEMPLI – OMT
als Dachorganisation europäischer Priorate christlich ökumenischer Templer.

2001
Chinon-Pergament
Chinon-Pergament
Die Wiederentdeckung der Urkunde in den Vatikanischen Archiven ist als kleine historische Sensation einzuschätzen. Mit dieser Urkunde ist belegt, dass nach der Anhörung durch Papst Clemens V. die Absolution und die Wiederaufnahme der Tempelritter in die volle Kirchengemeinschaft erfolgt ist.

2007
Beitritt des Ordo Militiae Crucis Templi-Belgien – Ridderorde der Tempelheren van Belgie, zu unserem Orden und Konstituierung als belgische Komturei flämischer Sprache

2012
Dies ändert aber nichts an der Entscheidung, dass der erneut gegründete Templerorden in Frankreich 1845 die Wiederanerkennung des Ordens durch die katholische Kirche nicht mehr angestrebt hat und die römisch-katholische Kirche 2012 durch eine Verlautbarung des Staatssekretariats diesen Status bestätigt hat. Für unseren Orden, der aufgrund seiner ökumenischen Grundausrichtung keine Bindung an eine einzige Kirche anstrebt, ändert sich dadurch nichts an den bestehenden positiven Beziehungen zur römisch-katholischen Kirche.

Letztlich beinhaltet der ökumenische Status die immerwährende Aufforderung an unseren Orden, allein durch die Qualität des Lebens und Wirkens, die notwendige öffentliche Anerkennung immer wieder erneut zu erringen.

ACK
Wir haben in dieser Tradtion stehend gute ökumenische Beziehungen zu allen Kirchen in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. In unseren Reihen sind auch Geistliche aus diesen Kirchen aktiv engagiert.

2013
Änderung der Ordensverfassung:
Aufnahme von residierenden Ordensdamen als gleichberechtigte Ordensangehörige mit allen Rechten und Pflichten durch Investierung in ökumenischen Gottesdienst auf den jeweiligen Generalkapitel

Wiederbelebung des Affiliiertenstandes:
Frauen und Männer werden in die weiter Ordensfamilie unter Bezugnahme auf das historische Vorbild der Bruderschaften des Templerordens aufgenommen und unterstützen den Orden ideell und materiell

Die Geschichte eines Ordens findet dann ihr Ende, wenn die Ordensangehörigen nicht mehr bereit sind, die Grundlagen zu hinterfragen und gegebenenfalls zu reformieren. Ein Orden lebt dann nicht mehr, wenn die Ordensangehörigen die Ideale nicht mehr leben.

Wir alle sind also aufgerufen, den begonnenen Weg unter Wahrung der Ordensdevise fortzusetzen:

“NON NOBIS, DOMINE, NON NOBIS,
SED NOMINI TUO DA GLORIAM “

Nicht uns, Herr, nicht uns,
sondern Deinem Namen gib Ehre!
(Psalm 115, Vers 1)