KOMTUREI EIN ZUHAUSE GEBEN

Komtureien und Ordenshäuser benötigen für ihre Konvente Orte, in denen die Ordensgemeinschaft auch gelebt werden kann. Allen ist aber bewusst, dass einen Treffpunkt zu haben, noch nicht gleichbedeutend ist, auch ein “Zuhause” zu haben.

Das Gefühl eines Zuhauses wächst zumindest, wenn man sich immer wieder am gleichen Ort trifft und damit schon vor Beginn Vertrautheit vorhanden ist. Dennoch braucht es der Zeichen, Symbole und der Ausgestaltung, damit der Ort des Treffens auch zumindest für diese Zeit Heimat bietet.

Christian Morgenstern hat einmal wunderbar zum Ausdruck gebracht, dass man nicht da daheim ist, wo man seinen Wohnsitz Konventhaushat, sondern dort, wo man verstanden wird. Dieses Bedürfnis nach Heimat haben OSr. Heike und OBr. Meinhard in besonderer Weise verstanden und sie haben der Komturei Bernhard v. Clairvaux Wappen Komturei OMCT Saarland(Saarland) einen Teil Ihres historischen Anwesens zur Verfügung gestellt. Mit großem finanzTemplerkapelle Iiellem Eigenengagement und der Mitarbeit von Ordensangehörigen und des Komturs OBr. Joachim Canaris ist nun im Zusammenwirken die Heimat des Herzens für die Komturei entstanden, die sogar eine kleine Kapelle enthält.

Nach Abschluss der umfangreichen Arbeiten wurde der Ordensmeister eingeladen, der die KapelleSegnung Templerkapelle I

und den Konventsaal in seiner Eigenschaft als Ordensprior segnete. Die Segnung war in die Ordenslichtvesper Ordenslichtvesper Ieingebunden und sie bildete den feierlichen Abschluss des gemeinsamen Weges zu einer Heimat für die Komturei- und
Ordensangehörigen und deren Gäste.

Der weltliche Teil der Feier wurde mit
dem historischen und tätigen Konvent eröffnet, der dann in ein

Eröffnung

gemeinsames Mahl mündete.

STROHHALM DURCH SPENDE STÄRKEN

Wappen des neuen OrdenshausesDas Ordenshaus Berlin-Brandenburg hat sich sinnbildlich entschieden, den Strohhalm, der Menschen in Notsituationen über Wasser hält, durch eine weitere Spende an Strohhalm e.V. (http://www.strohhalm-ev.de/leitbild/kinder/73/) zu stärken.

Das Ordenshaus unterstützt stellvertretend für den Orden die 7c0022666301a5e8a6d87777ab40f0a5Arbeit des Vereins Strohhalm, der sich vorbeugend und zur Verhinderung von Gewalt und sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen einsetzt. Trotz Zuwendung von Geldern des Landes Berlins ist der Verein zur Abdeckung der Kosten auf Spenden angewiesen und entspricht damit zusätzlich den caritativen Förderungsrichtlinien unseres Ordens.

Dem Orden insgesamt ist es wichtig, dass durch den caritativen Einsatz ein Beitrag dazu geleistet wird, dass die Welt durch weniger Gewalt und durch mehr friedvollem Miteinander geprägt ist.

Zur Spendenübergabe wurden die örtlichen Vertreter unseres Ordens von Frau Dr. Paul empfangen und konnten im persönlichen Gespräch die bestehenden Verbindungen zwischen Strohhalm e.V. und Ordenshaus vertiefen.

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FÖRDERN DURCH FÖRDERUNG

Marktkirche HannoverIn der Michaelis-Vesper zu Hannover wird am Ende des ökumenischen Gottesdienstes der Komturei Hannover-Niedersachsen die gesammelte Kollekte der Marktkirche St. Georgi et Jacobii schon traditionell zugunsten eines vorgeschlagenen Projekts des Ordens zur Verfügung gestellt. OMCT Wappen Komturei Hannover-Norddeutschland

Aus der Ordenskasse wird dann der gesammelte Betrag entsprechen aufgestockt.

Kinder vor Gefahren zu schützen gehört zu den Grundanliegen unseres Ordens. Aus dem Blickwinkel von Eltern aus der Komturei ergab sich die spezielle Perspektive, dass es schon einen geschulten Blick für die Erkennung und die Gefahrenabschätzung im Hinblick auf Kopfverletzungen der Kinder geben muss.

Der Verein stopconcussions

nimmt sich generell diesem Thema in vorbildlicher Weise an. Unser Anliegen war es nun, dass von Seiten des Vereins eine entsprechende Fortbildung für Erzieherinnen und Erzieher an einem Pilotprojekt aus einer Kita in Hannover ermöglicht wird.

Der Ordensschatzmeister, der auch Komtureianhöriger ist, übergab die Spende von Marktkirche und Hannover. Von Seiten des Vereins Stopconcussions Germany e.V. erhielten wir dabei die Rückmeldung:

Kopfverletzungen sind gefährlich. Kopfverletzungen, die man nicht sofort sieht, die nicht behandelt werden, können lebensbedrohlich sein. Kinder verletzen sich schnell am Kopf. Sie fallen, stoßen sich, in der Schule, Freizeit und beim Sport. Wenn es passiert ist muss gehandelt werden und auf die richtige Behandlung kommt es an. Wie wichtig hier Aufklärungsarbeit ist, erleben wir tätglich, denn sonst sind Langzeitfolgen nicht auszuschließen. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie unsere Aufklärungsarbeit. Dafür sagt das Team von Stopconcussions Germany e.V. herzlichen Dank.

“ZUM JAHRESWECHSEL 2016” – von Ordensmeister Prior Dr. Schneider

Anlässlich des Jahreswechsels kommen bei den Menschen vielfältige Gedanken, die dennoch oftmals eine Hauptzielrichtung haben: Meistens ranken sich die Gedanken um ein glückliches und erfülltes Leben – das wie man meint – im vergangen Jahr in manchen Punkten missglückt, ausbaufähig oder gar noch nicht begonnen wurde.

LebensflussIn Hochstimmung zum Jahreswechsel ist man dann, wenn man im “flow” ist, wenn man merkt, dass das eigene Leben nicht nur im Fluss ist, sondern gar in die richtige Richtung fließt. Da lässt man sich mitreißen von dieser Aufbruchsstimmung – ja man fließt gleichermaßen einem neuen Ufer – dem höher festgemachten Ziel entgegen. Dieser innere Fluss reißt im positiven Sinne die Dämme ein, die uns daran hindern, in einen neuen Flusslauf zu kommen. Auch die damit verbundene Euphorie ist im Fluß und verleiht gleichsam Flügel, die uns über mögliche Ängste hinweg – die sich wie Gletscherspalten zum ungeeignetsten Zeitpunkt auftun – hinwegschweben lassen.

Anders gestaltet es sich, wenn man spürt, dass vieles oder gar alles im Fluss erscheint, man selbst aber gar nicht der Ausgangspunkt ist, der diesen Fluss in Bewegung gesetzt hat. Dieser Fluss wird als bedrohlich empfunden, nicht steuerbar – gleichsam wie ein Tsunami – der über einem zusammenbricht und von dem man gleichsam weggeschwemmt wird.

Wir sollten uns gerade zum Jahreswechsel bewusst machen, dass Leben immer gleichbedeutend mit Veränderung ist und dies Ängste verursachen kann. Die Ängste sind um so größer, je unbekannter die Veränderung ist, die man auf sich zukommen sieht. Was sich aber nicht geändert hat, ist, dass man Ängste vor dem Unbekannten – das auf einen selbst oder auf ein ganzes Land zukommt – nur dadurch besiegen kann, wenn man persönlich versucht, das Unbekannte kennenzulernen.

Wer den christlichen Wertekanon reflektiert verinnerlicht, hat ein Fundament, das nicht auf Sand gebaut ist und das durch keinen wie auch immer gearteten Fluss unterspült werden kann. In jeder Veränderung steckt auch ein Fragezeichen für uns selbst: Wie sicher bin ich mir meines Glaubens und den damit verbundenen Werten des Glaubens.

Mein Wunsch für das neue Jahr 2016 ist, dass wir gestärkt durch den Glauben den inneren Anker haben, der Sicherheit und Richtung bietet. Damit können wir jegliche Veränderung gestalten und werden nicht zum Objekt eigener und gemachter Ängste.

“WEIHNACHTEN 2.0” – Gedanken von Ordensprior Dr. Schneider

Jesus Christus hat sich in seinen Gleichnissen aus den Bildern des Erfahrungshorizonts der damaligen Menschen bedient, um sie ohne Barrieren für die Frohe Botschaft aufzuschließen.

So lohnt es sich gerade zur Feier der Geburt Jesu Christi, die Weihnachtsbotschaft auf das “Level 2.0 upzudaten”, um über heutige Erfahrungsbilder vielleicht den einen oder anderen neuen Zugang zur über 2000 Jahre alten Botschaft zu erhalten.

Dank der neuen Medien wäre es mit Sicherheit nicht mehr notwendig, dass sich Maria und Josef auf Wanderschaft begeben, um sich in Steuerlisten in Bethlehem einzutragen. Dank Google oder anderen Suchmaschinen hätte Josef zumindest den Hotelengpass vorher mitbekommen und gegebenenfalls alternative Unterkünfte suchen können, die mittels Auto auch in der näheren Umgebung von Bethlehem hätten liegen können. Auch die Geburt wäre sicherlich noch irgendwie in einem Krankenhaus möglich gewesen.

Doch gerade Dank der neuen Medien und Möglichkeiten hätten hier bereits die Krippe Deutscher Tempelherren-OrdenSchwierigkeiten angefangen, denn eine Geburt im Krankenhaus wäre ohne besonderen Nachrichtenwert in keinem sozialen Medium erschienen, da Maria und Josef ja bekanntlich keiner Königsfamilie angehören. Da erweist sich die alte Schilderung der Geburt in einem Stall als wesentlich besser, um in Twitter oder anderen Formen rasch Verbreitung zu finden. Mit Sicherheit hätte sich die Botschaft hier schneller verbreitet, sie hätte aber aufgrund der Schnelllebigkeit heutiger Medien wohl kaum Bestand von über 2000 Jahren.

Auch die drei Weisen aus dem Morgenland wären wohl eher ihrem Navigationsgerät gefolgt, statt einem bei schlechtem Wetter kaum sichtbaren Morgenstern. Josef hätte nach der Abreise der Weisen auch kein Engel im Traum erscheinen müssen, der ihn mit seiner Familie zur Flucht nach Ägypten bewegt hätte. Die Absichten von Herodes ließen sich heute nicht geheim halten, sondern würden in den sozialen Medien sekundenschnell verbreitet, gerieten aber bei noch gravierenderen Nachrichten auch ebenso schnell in Vergessenheit. Die modernen Medien erleichtern also keineswegs für heutige Betrachter den direkten Gottesbezug.

Flucht nach Ägypten Deutscher Tempelherren-Orden Ordensprior

Flucht nach Ägypten – Koptische Ikone von Michael Edwar

Die “Flucht 2.0” nach Ägypten wäre mit Handy und Navigationsapp sicher auch viel leichter zu bewerkstelligen gewesen. Dennoch hätten sie wie die heutigen Flüchtlinge trotz bester Information aus der virtuellen Welt ebenso an der Realität scheitern können, denn auch mit dem Handy wird die Durchquerung der Wüste und die Überquerung des Nils nicht einfacher.

Das “Programm” von Jesus, das als wichtiger Baustein die Nächsten- und Feindesliebe umfasst, böte für einen heutigen Programmierer schier unüberwindliche Schwierigkeiten. Die Versuchung, sich auf den schwierigen Teil der Nächstenliebe zu beschränken, wäre hier mit Sicherheit groß.

Bei allen “Updates” werden wir immer wieder auf die eigentliche Ursprungsfassung zurückverwiesen. Es ist gerade für uns heute von besonderer Bedeutung, dass wir uns aus der virtuellen Welt befreien, um als Christen im Sinne der Frohen Botschaft unter den Bedingungen der realen Welt leben und diese als “positiv ansteckender Virus” versuchen zu verändern.

ADVENTSBASAR: DURCH BEGEGNUNG ZUM HELFEN

Adventsbasar Alt-Tempelhof Deutscher Tempelherren-Orden Ordenshaus Berlin-BrandenburgDas Ordenshaus Berlin-Brandenburg engagierte sich beim Adventsbasar der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Tempelhof, um durch den Verkauf von Heißgetränken einen Beitrag zu den sozialen Projekten der Kirchengemeinde zu leisten.

Der Stand des Ordenshauses war gleichzeitig Ort der Begegnung mit Gemeindemitgliedern und anderen Teilnehmenden beim Basar, um ins Gespräch zu kommen. Erfahrbar ist, dass die Historie des Templerordens in Teilbereichen bekannt und mit manchen auch filmisch geprägten Mythen verklärt vorhanden ist. Im Verlauf des Gespräches kommt man aber zur Wesensfrage der heutigen Sinnhaftigkeit der Ordensaktivitäten. Hier galt es, nicht nur die caritativen Tätigkeiten des gesamten Ordens zu präsentieren, sondern im persönlichen Gespräch die eigene Aktivität und Beweggründe für das Engagement zu erläutern.

“TEMPLE DE PARIS” – EXKURSION ZUM URSPRUNG

OMCT Wappen Komturei Oberderdingen-Süddeutschland Ein kleine Abordnung der Komturei Oberderdingen-Süddeutschland machte sich als Ergebnis eines Komtureikonvents, das sich mit der Ordenshistorie beschäftigte, beinahe “spontan” auf den Weg nach Paris, um das letzte Zentrum des historischen Templerordens in Augenschein zu nehmen.

Obwohl sich in der Kartographie der Stadt Paris noch genügend Spuren des Templerordens finden lassen, ist dieser Aspekt der Geschichte weitgehend unberücksichtigt und man findet allenfalls Bezüge zum Orden durch den letzten Aufenthalt der französischen Königsfamilie, Ludwig XVI. Temple de Paris Deutscher Tempelherren-Ordendie im Temple de Paris bis zur Hinrichtung inhaftiert war. Die Ironie der Geschichte, dass der Orden durch den französischen König Philipp IV. vernichtet wurde und die französische Königsfamilie ausgerechnet an diesem Ort auf ihren Tod wartete, führte aber letztlich zur Vernichtung dieses großen baulichen Zeugnisses vom Templerorden, da Napoleon die Zerstörung anordnete, um keine “royalistische Wallfahrtsstätte” entstehen zu lassen.

Es bleibt also den Besuchenden weitgehend selbst überlassen, auf Entdeckungsreise zu gehen. Dieser auf den ersten Blick vorhandene Nachteil, erweist sich aber für die gesamte Templerfamilie auch als entscheidender Vorteil, da sie in der Begegnung mit den Ursprüngen nicht durch touristische Gruppen gestört wird. Das dürfte gerade auch im Hinblick auf das Jubiläumsjahr von positiver Bedeutung sein.

Temple de Paris Deuscher Tempelherren-OrdenDas durch die Zerstörung des Temple de Paris frei gewordene Arreal ist mittlerweile vom Rathaus des 3. Arrondissements überbaut worden. Die Umrisse der Vortürme hat man aber dankenswerterweise im Straßenverlauf sichtbar gemacht, so dass die Möglichkeit besteht, historischen Boden tatsächlich zu betreten.Temple de Paris Deutscher Tempelherren-Orden Komturei Süddeutschland

Wenn man, soweit es möglich ist, das gesamte Hoheitsgebiet des Templerordens umschreitet, so gewinnt man eine Ahnung von der Ausdehnung dieses Gebiets im mittelalterlichen Paris. Diese autonome Ordensterritorium hat im Vergleich zum Vatikan sogar die dreifache Größe. Das Territorium das auch als  Rückzugsgebiet diente, in dem man sich durch die Gewährung eines Ordensasyls vor dem Zugriff des Königs entziehen konnte, zeigt, Temple de Paris Deutscher Tempelherren-Orden Idass es nicht nur die Habgier und die verletzte Eitelkeit von König Philipp IV. war, die zur Zerschlagung des Templerordens führte. Territorien, die dem königlichen Zugriff entzogen waren und von einem unabhängigen Ritterheer geschützt waren, standen dem Aufbau eines zentralen Staatwesens entgegen. In der Hauptstadt selbst, in der sich der Sitz des Templerordens – und hinter der Pariser Stadtmauer seinerseits mit einer Verteidigungsmauer umgeben war – befand,  musste dies wie der sprichtwörtliche “Stachel im Fleisch” gewirkt haben.

Quartier du Temple Deutscher Tempelherren-Orden Komturei SüddeutschlandWir suchten anschließend den Gedenkstein auf, der an den Sitz des Templerordens noch heute in Paris errinnert.

Verbrennung Molays Deutscher Tempelherren-OrdenDer Abschluss der historischen Begehung bildete der Besuch auf der Ile aux Juifs, die heute aufgrund von Aufschüttungen nicht mehr als eigenständige Seine-Insel erkennbar ist. Ile de Juifs Paris Deutscher Tempelherren-OrdenHier wurden Jacques de Molay als letzter Großmeister des Ordens, zusammen mit Geoffroy de Charnay auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Pont Neuf Paris Deutscher Tempelherren-Orden Komturei SüddeutschlandHeute erinnert nur noch eine unscheinbare Bronzetafel an der Pont Neuf an den Tod auf dem Scheiterhaufen und lädt mitten in Paris abgeschieden zum stillen Gedenken an den historischen Templerorden ein.

STARTHILFE FÜR BRANDOPFER

OMCT Wappen Komturei OD-SD neu QManchen rutscht schon einmal die sprichtwörtliche Bemerkung über die Lippen, dass die eine oder der andere “abgebrannt bis auf den letzten Pfennig” wahrgenommen wird. Oberflächlich betrachtet, bezieht sich das nur auf die äußerliche Optik, aber der eigentliche Sinn dieser Redewendung ist nun einmal der, dass ein persönlicher Schicksalsschlag durch einen Brand ungeheueren Ausmaßes einzelne oder mehrere in ihrer Existenz bis ins Mark getroffen hat.

Wenn dann eine Familie in historischen Viertel von Oberderdingen sogar mehrfach von Bränden heimgesucht wird, wobei der letzte dann die gesamte Habe betroffen hat, ist das ein Schicksalsschlag, den man als Außenstehender nur entfernt erahnen kann.

So haben die ökumenische Communio St. Johannes und der Ordo Militiae Crucis Templi gemeinsam eine Spende aufgebracht, die eine Starthilfe für den Neustart nach dem Bezug der Übergangswohnung geben soll. Darüberhinaus stellt unsere OSr. Monika Schneider aus der Komturei Oberderdingen-Süddeutschland ihre Arbeitszeit zur Verfügung, um aus der “nur” monetären Spende eine Sachspende in enger Abtimmung mit der betroffenen Familie zu “zaubern”, die unsere Wertschätzung und Anerkennung für die Haltung wie dieses Schicksal getragen wird, zum Ausdruck bringt.

AUFNAHME VON ORDENSAFFILIIERTEN

OMCT-Wappen Komturei Saarland

Komturei Saarland

Im historischen Fokus der Templer-Forschung steht die Genese des Ordens. Nur wenige Forscher widmen sich dem Phänomen, dass der Orden in die damalige Gesellschaft in Spanien und Frankreich hinein eine enorme Ausstrahlungskraft hatte. So flossen dem Orden aus maßgeblich gesellschaftlichen Kreisen Schenkungen in Form von Geld und Immobilien zu. In der weiteren Entwicklung suchten die Spenderinnen und Spender zum Orden zu Lebzeiten auch eine räumliche Nähe, die dann auch über den Tod hinaus Bestand hatte: Die Bestattung auf dem Komtureifriedhof und Gottesdienste in Gedenken an die verstorbenen Gönnerinnen und Gönner waren die Folge.  Diese Entwicklung hatte dann logischerweise für die Kirche finanziell negative Folgen, so dass die Möglichkeit sich mit dem Orden zu affiliieren in den Beratungen der Laterankonzilien von 1179 und 1215 eine Begrenzung erfahren sollte.

Die Affiliierten trugen nicht nur durch die Schenkungen, sondern durch ihren gesellschaftlichen Einfluss nicht unwesentlich zum Aufstieg des Ordens bei. So gilt es nicht nur den Spuren des historischen Ordens zu folgen, sondern auch die Wirkungsgeschichte der Affiliierten in die Gegenwart zu transformieren.

2015 Aufnahme von Ordensaffiliierten Komturei SaarlandUnser Orden freut sich daher, dass es der Komturei Saarland gelungen ist, eine Frau und zwei Männer für den Dienst von Ordensaffiliierten zu gewinnen. Komtur Joachim Canaris nahm im Rahmen einer feierlichen Begegnung im Auftrag des Ordensmeisters Prior Dr. Schneider die Aufnahme vor und stellte der Interessentin und den Interessenten die traditionellen Gelöbnisfragen. Die Aushändigung der Urkunden und die Verleihung der Affiliierteninsignien waren der äußere Ausdruck der vollzogenen Standeserhöhung im Orden.

Die Ordensregierung gratuliert den neuen Ordensangehörigen zu ihrem vollzogenen Schritt in den Orden hinein und wünscht Ihnen auch im Namen der Ordensgemeinschaft Gottes Segen für den neuen Weg.

BESUCH DER EHEMALIGEN TEMPLER-KOMTUREI LIETZEN

Komtureikirche

Komtureikirche

Immer wieder verwenden wir in unserer Umgangssprache den Ausdruck, “da atmet die Geschichte”. Man erlebt dies immer wieder, wenn man sich in besonderen historischen Gemäuer oder Anlagen aufhält und sich die Zeit nimmt, diesen Eindruck tatsächlich auf sich wirken zu lassen. Gerade in der Umsetzung der templerischen Ideale in die Gegenwart ist darauf zu achten, dass der in der Gesellschaft verankerte “Templer-Mythos” nicht alles überlagert. Die Ausrichtung an wissenschaftlich fundierte historische Fakten ist dabei die eine Seite der Medaille, an der wir uns als Orden zu orientieren haben. OMCT Deutscher Tempelherren-OrdenKomturei Lietzen 1Die andere sehr wichtige Seite der Medaille aber ist der

Speicherhaus

Speicherhaus

Besuch der historischen Hinterlassenschaften des Ordens, um auch immer wieder einmal dem “Atem der Templerhistorie” zu begegnen. Zugegebenermaßen ist gerade letzteres in Deutschland besonders schwierig, da nicht viele historischen Zeugnisse der Templer vorhanden sind.

Wappen Ordenshaus Berlin-Brandenburg

Ein besonderes Geschenk ist es daher, wenn das Ordenshaus Berlin-Brandenburg nicht nur eine geistliche Heimat in der Tempelhofer-Dorfkirche – die auf die dortige Komturei zurückzuführen ist – gefunden hat, sondern auch noch die Möglichkeit hat, in erreichbarer Nähe auf die weltiche Hinterlassenschaft des Templerordens zu treffen.

Ziel der Ausfahrt des Ordenshauses Berlin-Brandenburg war daher die letzte in Teilen erhaltene Komturei des Templerordens in Brandenburg: die Komturei Lietzen. Sie 1229 als Kommende gegründet und 1232 vom Templerorden als Komturei errichtet. Nach der Vernichtung des Ordens ging der Besitz zum Johanniterordens über.

Komturei LietzenDurch die Säkularisation kam die ehemalige Komturei schließlich 1814 in den Besitz von Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg. Durch die Beteiligung am Hitler-Attentat 1944 wurde der Familienbesitz durch die Nationalsozialisten beschlagnahmt. Im Zuge des sowjetischen Bodenreform wurde der Besitz 1945 dann enteignet und kam erst wieder 1993 in den Besitz der Familie Hardenberg und ist auch deren Wohnsitz.

Die teilnehmenden Ordensangehörigen ließen die Eindrücke der beeindruckenden Hinterlassenschaft des Templerordens und der Erweiterungen im Laufe der Geschichte auf sich wirken. Bei diesem Besuch wurden auch erste Kontakte zur fürstlichen Familie von Hardenberg geknüpft.