WIR TEILEN DIE TRAUER UM DIE OPFER

Berliner GedächtniskircheAm zweiten Weihnachtsfeiertag haben Ordensangehörige des Ordenshauses Berlin-Brandenburg, OBr. Wolf, Ordenspostulantin Christine und Ordensministrantin Mia stellvertretend für alle von uns der Opfer des Attentats auf dem Berliner Weihnachtsmarkt gedacht.

Blumenniederlegung nach dem Berliner AttentatDa wo Worte nicht in der Lage sind das Innerste zum Ausdruck zu bringen, übersteigen die Symbole das, was nicht gesagt, aber gefühlt wird: Die Niederlegung von drei weißen Rosen sind ein Zeichen der Trauer um die unschuldigen Opfer, die wir aber aufgefangen wissen in der Liebe Gottes. Die Entzündung von Kerzen am Ort des Anschlags und in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche sind ein Zeichen unserer Hoffnung.  Wir setzen mit den Kerzen das Zeichen des Glauben, das sich erleuchtend in das Dunkel des Todes stellt, das aber auch in selbst verzehrender Liebe ein Zeichen gegen den Hass ist.

Unsere Ordensangehörigen konnten deutlich sehen und spüren, wie die anwesenden Menschen Anteil nahmen. Viele hatten Tränen in den Augen, waren sehr schweigsam in der Stille auf dem Markt, auf dem keine Musik mehr aus den Weihnachtsständen kam. Nur drei kirchlichen Trompetenbläsern war es gestattet, leise kirchlich-weihnachtliche Musik am Eingang der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zu spielen.

Die anteilnehmende Anwesenheit vieler Menschen erfüllt den kalten Ort des Schreckens mit menschlicher Wärme. Wir alle hoffen, dass es den Angehörigen helfen möge, das Untragbare tragen zu können und sind mit ihnen im Gebet verbunden.

Eintrag ins Kondolenzbuch für die Attentatsopfer

 

GEDANKEN ZUM WEIHNACHTSFEST 2016 – von Ordensprior Dr. Schneider

Duerer-sw_01

 

Ein schlichtes Bild in Grau

Ein Umfeld vor dem es einem graut.

Die Geburt Jesu Christi im Grau des heutigen Alltags.

Der Grauschleier senkt sich positiv über die Verklärung.

 

 

 

 

 

Kupferstich Albrecht Dürer 1504

 

 

Weihnachten ist ein Wunder, das immer wieder neu entdeckt werden will.

Ohne Ablenkung durch das Unwesentliche dieser Welt,
strahlt das fleischgewordene Wort Gottes in die Welt.

Sich auf dieses Wesentliche zu besinnen, heißt zur Ruhe zu kommen,
gegen alle Hektik,
gegen alle Pracht und Farbenglanz:

Alle menschlichen Sinne müssen zur Ruhe kommen, um ganz in der Geburt Jesu Christi anzukommen.

Gerade wenn wir beim Wesentlichen angekommen sind, werden wir merken, dass wir uns wesentlich von unserem Umfeld unterscheiden. Durch diese Unterscheidung wird dann auch die Einsamkeit der Geburt in der Krippe spürbar, denn nicht viele werden einem auf diesem Weg folgen.

Bevor wir überhaupt zu diesem Punkt kommen, müssen wir die, mit denen wir Weihnachten feiern, auf diesem Weg mitnehmen, denn ein anderer als der gewohnte Weg verursacht mit Sicherheit Enttäuschungen. Um aber der Geburt Jesu Christi wirklich wieder nahe zu kommen, müssen wir – um in den Worten von Papst Franziskus zu bleiben – den Stallgeruch nicht nur riechen, sondern auch annehmen.

In der langen Zeit, die uns von der Geburt Jesu Christi trennt, haben sich um das Fest wie bei einer Zwiebel immer mehr Schichten gebildet, so dass das Fest mit allem was damit zusammenhängt, immer umfangreicher wurde. Wer nun an den eigentlichen Kern zurückwill, wird wie bei einer Zwiebel um die Häutung nicht herumkommen und dies wird wehmütige Tränen des Abschieds von bisherigen Traditionen bedeuten.

Tränen und menschliche Verklärung verstellen aber den Blick auf das, was menschliche Sinne bei weitem übersteigt: Gott bedient sich keiner Propheten mehr, die die Botschaft zu den Menschen bringen. Wenn menschlich Liebende in der Fülle ihrer Liebe Zeichen setzen wollen, so lassen sie Blumen sprechen. Gott, der die Menschen liebt, schenkt uns seinen Sohn und lässt ihn direkt und mit Zeichen der Wunder zu uns sprechen.

An uns allein liegt es, dass wir dieses Zeichen im Fest der Geburt wieder neu entdecken und weitertragen. Selbst wenn man sich aufrafft, sich auf die Reise der Wiederentdeckung von Gottes Botschaft zu machen, so versagt doch der persönliche Mut, sich in der Entdeckung anderen mitzuteilen. Aber genauso wie ein Virus genügt, um ansteckend zu sein, so genügt der Virus der “Be-Geisterung”, um Suchende und im Glauben festgefahrene Menschen von Gottes stets aktueller Botschaft zu begeistern.

In diesem Sinne wünsche ich allen Ordensangehörigen und denjenigen, die wir mit dieser Homepage zum Lesen angeregt haben, eine gesegnete Weihnachtszeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

Tempelritter spenden an Verein “Reiten für Kinder mit Behinderungen”

Seit nun 10 Jahren leitet Frau Ingrid Hartge den Verein “Reiten für Kinder mit Behinderungen” in Merzig-Fitten. In diesem Jahr konnte sie zu einer Adventsfeier neben zahlreichen Eltern mit Kindern und den Vereinsmitgliedern eine Gesandtschaft des Deutschen Tempelherren-Ordens – OMCT begrüßen.

Der Ordenskanzler und Komtur Joachim Canaris überreichte Frau Hartge einen Spendenscheck über 800 € als Unterstützung der so wichtigen, therapeutischen Hilfe an behinderten Kindern, den diese dankbar entgegennahm. Die Kinder staunten sehr über die Ritter und die Ordensdame, die eigens in ihren weißen Mänteln mit dem roten Tatzenkreuz zu diesem Anlass erschienen waren.

Der Deutsche Tempelherren-Orden – OMCT ist die älteste Wiederbelebung in Deutschland nach dem 1118 gegründeten und 1312 durch den französischen König Philipp der Schöne aufgelösten Orden. Der Orden verfügt in ganz Deutschland über mehrere Niederlassungen. Im Saarland gibt es seit 2013 eine Komturei mit Sitz in Merzig.

Wir kämpfen nicht mehr mit dem Schwert. Soziales Engagement für Hilfsbedürftige ist eines von vielen Zielen unseres christlich-ökumenischen Ritterordens”, so Joachim Canaris Komtur und Kanzler im Templerorden.

Amtliches Mitteilungsblatt der Kreisstadt Merzig

SPENDENPROJEKT: FÖRDERUNG DER EINHEIT VON KIND UND PFERD

Der Komturei Bernhard v. Clairvaux – Saarland war es ein Anliegen, sich im Sinne der Ordenscaritas an die Seite hilfsbedürftiger Kinder zu stellen.

Templersiegel1

Das Templersiegel, das vielseitig gedeutet werden kann, umfasst auch die Interpretationsmöglichkeit des Armutsgelübdes und den Grundgedanken der sich sorgenden Brüderlichkeit. Teilen im Falle der Not ist im besten Sinne erste Hilfe für diejenigen, die sie benötigen.

Was kann es also auch von dieser Symbolik herrührend Schöneres geben, als ein Projekt zu fördern, das die frühere Einheit der Tempelritter mit ihren Pferden überträgt auf Kinder mit Handicaps, die durch die erlebte Einheit mit den Pferden wachsen.

Mit großer Freude haben sich Ordensangehörige auf den Weg gemacht, um im Rahmen der Adventsfeier des Vereins einen Beitrag zu leisten, dass die erfolgreiche therapeutische Arbeit auch im Jahr 2017 uneingeschränkt fortgesetzt werden kann.

Familientag der Komturei Michaelis-Niedersachsen im Heide Park Soltau

Zum ersten Sommerausflug der Komturei Michaelis/Niedersachsen, konnten wir 27 Teilnehmer zwischen 3 und 75 Jahren im Heide Park in Soltau begrüßen.

Das erstmalig angebotene Programm galt vor allem den Familien der Ordensangehörigen und deren Kindern sowie Freunden und Gästen.

Neben Ordensangehörigen aus Frankreich, sowie Gästen aus Ungarn freuten wir uns ganz besonders über die Teilnahme des Integrationsprojektes der Gartenkirche St. Marien Hannover um Pastor Dohrmann mit insgesamt 12 christlichen Teilnehmern aus Syrien und Afghanistan.

Hierbei konnten wir das Angebot der Gemeinde zur nachhaltigen Integration der christlichen Migranten und Flüchtlinge mit unserem Ausflug unterstützen.

Bei sommerlichen Temperaturen waren ganz besonders bei Kindern und Jugendlichen die Holzachterbahn Colossos, das neue Drachenland sowie die Wildwasserbahn angesagt – andere  Teilnehmer bevorzugten doch eher die Panoramabahn.

Es war also für jeden etwas dabei!

Somit ging ein schöner, anstrengender Tag leider viel zu schnell zu Ende!

Wir freuen uns daher schon auf den nächsten Familientag im Sommer 2017!

RASSISMUS KLAR WIDERSPRECHEN – ERMUTIGUNG ZUM ENGAGIERTEN HANDELN

 

In den Leitlinien unserer Ordensverfassung ist die parteipolitische Neutralität verankert. Dies bedeutet aber nicht, zu Rassismus, Fremdenhass, Antisemitismus und zu jeglichen Formen des Rechtsextremismus keine Meinung zu haben.

Wir treten für Demokratie und Menschenrechte ein und sind uns der Symbolik unseres Kreuzes bewusst, das mit seinen acht Spitzen die Seligpreisungen umfasst und unsere Handlungsmaxime darstellt :
Selig sind die geistig Armen, die Leidenden, die nach Gerechtigkeit hungernden, die ungerecht Verfolgten, die Sanftmütigten, die Barmherzigen, die reinen Herzens sind und die Friedfertigen.
Die nach innen gerichteten Spitzen des Kreuzes symbolisieren die vier Kardinalstugenden, die ebenfalls zur Handlungsmaxime unseres Ordens gehören:
Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigung, Weisheit/Klugheit

Unser Orden positioniert sich gegen Rassismus und Antisemitismus, gegen menschenverachtende und totalitäre Ideologien jeglicher Art und wir wissen uns in diesem Anliegen mit den christlichen Kirchen einig.Templerkreuz

WISSEN ERLEBEN – ORDENSSEMINAR IN MERZIG

Das Ordensseminar, das in diesem Jahr in Merzig im neuen Konventsaal stattfand, ist sowohl für den Ordensmeister Prior Dr. Schneider als auch für die Teilnehmenden ein spannender Prozess.

Wappen Komturei OMCT SaarlandDie Teilnehmenden, die – so hatte es sich in diesem Jahr so ergeben – hauptsächlich aus dem Saarland stammten, brachten natürlich ihren bisherigen Weg in den Orden durch das Erleben der Konvente der Komturei St. Bernhard-von-Clairvaux (Saarland) ein bzw. waren ganz aktuell zum Kreis des Ordensseminars dazugekommen. So unterschiedlich die Motive waren, die sie zum Weg in den Orden aktivierten, so unterschiedlich waren auch die bisher gewonnenen Erkenntnisperspektiven vor dem Seminar.

Medial verpackt und mit vielen Perspektiven aus der gewachsenen Historie und der gelebten Gegenwart gespickt, hat Ordensmeister Prior Dr. Schneider wieder das Ordensseminar zusammengestellt. Ordensangehörige, die ihn auf diesem Weg als Organisatorinnen und Organisatoren bereits früher begleiteten, stellten wieder fest, dass der Seminarinhalt weiterer Varianten und Vertiefungen erhalten hat. Soweit es seine Zeit zulässt, verfolgt er neuere wissenschaftliche Forschungsansätze, um diese erkenntnisleitend für die Teilnehmenden einzubringen.

Bei aller wissenschaftlich fundierten Basis wird im Ordensseminar aber nicht auf die gelebte Praxis verzichtet. Wenn ein Orden bundesweit trotz unterschiedlicher Komtureien und Ordenshäusern Gottesdienste und Gewohnheiten leben will, so müssen diese auch im praktischen Vollzug Eingang finden.

OrdensmeisterstraßeUnabhängig vom jeweiligen Ordensseminar ließ sich auch diesmal feststellen, dass es sich hier nie um eine Einbahnstraße handelt, sondern um einen gegenseitigen Prozess, von dem beide Seiten profitieren.

KOMTUREI EIN ZUHAUSE GEBEN

Komtureien und Ordenshäuser benötigen für ihre Konvente Orte, in denen die Ordensgemeinschaft auch gelebt werden kann. Allen ist aber bewusst, dass einen Treffpunkt zu haben, noch nicht gleichbedeutend ist, auch ein “Zuhause” zu haben.

Das Gefühl eines Zuhauses wächst zumindest, wenn man sich immer wieder am gleichen Ort trifft und damit schon vor Beginn Vertrautheit vorhanden ist. Dennoch braucht es der Zeichen, Symbole und der Ausgestaltung, damit der Ort des Treffens auch zumindest für diese Zeit Heimat bietet.

Christian Morgenstern hat einmal wunderbar zum Ausdruck gebracht, dass man nicht da daheim ist, wo man seinen Wohnsitz Konventhaushat, sondern dort, wo man verstanden wird. Dieses Bedürfnis nach Heimat haben OSr. Heike und OBr. Meinhard in besonderer Weise verstanden und sie haben der Komturei Bernhard v. Clairvaux Wappen Komturei OMCT Saarland(Saarland) einen Teil Ihres historischen Anwesens zur Verfügung gestellt. Mit großem finanzTemplerkapelle Iiellem Eigenengagement und der Mitarbeit von Ordensangehörigen und des Komturs OBr. Joachim Canaris ist nun im Zusammenwirken die Heimat des Herzens für die Komturei entstanden, die sogar eine kleine Kapelle enthält.

Nach Abschluss der umfangreichen Arbeiten wurde der Ordensmeister eingeladen, der die KapelleSegnung Templerkapelle I

und den Konventsaal in seiner Eigenschaft als Ordensprior segnete. Die Segnung war in die Ordenslichtvesper Ordenslichtvesper Ieingebunden und sie bildete den feierlichen Abschluss des gemeinsamen Weges zu einer Heimat für die Komturei- und
Ordensangehörigen und deren Gäste.

Der weltliche Teil der Feier wurde mit
dem historischen und tätigen Konvent eröffnet, der dann in ein

Eröffnung

gemeinsames Mahl mündete.

STROHHALM DURCH SPENDE STÄRKEN

Wappen des neuen OrdenshausesDas Ordenshaus Berlin-Brandenburg hat sich sinnbildlich entschieden, den Strohhalm, der Menschen in Notsituationen über Wasser hält, durch eine weitere Spende an Strohhalm e.V. (http://www.strohhalm-ev.de/leitbild/kinder/73/) zu stärken.

Das Ordenshaus unterstützt stellvertretend für den Orden die 7c0022666301a5e8a6d87777ab40f0a5Arbeit des Vereins Strohhalm, der sich vorbeugend und zur Verhinderung von Gewalt und sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen einsetzt. Trotz Zuwendung von Geldern des Landes Berlins ist der Verein zur Abdeckung der Kosten auf Spenden angewiesen und entspricht damit zusätzlich den caritativen Förderungsrichtlinien unseres Ordens.

Dem Orden insgesamt ist es wichtig, dass durch den caritativen Einsatz ein Beitrag dazu geleistet wird, dass die Welt durch weniger Gewalt und durch mehr friedvollem Miteinander geprägt ist.

Zur Spendenübergabe wurden die örtlichen Vertreter unseres Ordens von Frau Dr. Paul empfangen und konnten im persönlichen Gespräch die bestehenden Verbindungen zwischen Strohhalm e.V. und Ordenshaus vertiefen.

8548d2a62bcd4d6f5e64ba2e442b2b2e

FÖRDERN DURCH FÖRDERUNG

Marktkirche HannoverIn der Michaelis-Vesper zu Hannover wird am Ende des ökumenischen Gottesdienstes der Komturei Hannover-Niedersachsen die gesammelte Kollekte der Marktkirche St. Georgi et Jacobii schon traditionell zugunsten eines vorgeschlagenen Projekts des Ordens zur Verfügung gestellt. OMCT Wappen Komturei Hannover-Norddeutschland

Aus der Ordenskasse wird dann der gesammelte Betrag entsprechen aufgestockt.

Kinder vor Gefahren zu schützen gehört zu den Grundanliegen unseres Ordens. Aus dem Blickwinkel von Eltern aus der Komturei ergab sich die spezielle Perspektive, dass es schon einen geschulten Blick für die Erkennung und die Gefahrenabschätzung im Hinblick auf Kopfverletzungen der Kinder geben muss.

Der Verein stopconcussions

nimmt sich generell diesem Thema in vorbildlicher Weise an. Unser Anliegen war es nun, dass von Seiten des Vereins eine entsprechende Fortbildung für Erzieherinnen und Erzieher an einem Pilotprojekt aus einer Kita in Hannover ermöglicht wird.

Der Ordensschatzmeister, der auch Komtureianhöriger ist, übergab die Spende von Marktkirche und Hannover. Von Seiten des Vereins Stopconcussions Germany e.V. erhielten wir dabei die Rückmeldung:

Kopfverletzungen sind gefährlich. Kopfverletzungen, die man nicht sofort sieht, die nicht behandelt werden, können lebensbedrohlich sein. Kinder verletzen sich schnell am Kopf. Sie fallen, stoßen sich, in der Schule, Freizeit und beim Sport. Wenn es passiert ist muss gehandelt werden und auf die richtige Behandlung kommt es an. Wie wichtig hier Aufklärungsarbeit ist, erleben wir tätglich, denn sonst sind Langzeitfolgen nicht auszuschließen. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie unsere Aufklärungsarbeit. Dafür sagt das Team von Stopconcussions Germany e.V. herzlichen Dank.