Gründungsgottesdienst des Ordenshauses Berlin-Brandenburg

Ansprache

OBr. Wolf zur Eröffnung des Gottesdienstes

OBr. Wolf eröffnete den Gottesdienst durch die Begrüßung der Gottesdienstteilnehmer und geladenen Gäste. In beeindruckenden persönlichen Worten schilderte er seine wachsende Beziehung zu dieser historischen Kirche aus der Templerzeit und sein Hineinwachsen in den Orden. Die Faszination dieses Weges und die damit verbundene Begeisterung waren die Brücke, um Interessenten für den Orden und den Aufbau des Ordenshauses Berlin-Brandenburg zu gewinnen.

Ordensmeister Prior Dr. Schneider versinnbildlichte, dass das neue Ordenhaus nur dann wachsen kann, wenn seine “Bausteine” eine lebendige Gemeinschaft bilden, die sich nicht abschottet und als vollendet ansieht, sondern stets offen und einladend für neue Interessentinnen und Interessenten ist.

Eine Ordensgemeinschaft bedarf einer Leitung, die sich für dieses Leben vor Ort verantwortlich zeichnet. Daher ernannte der Ordensmeister im Gottesdienst OBr. Wolf zum Ordensoffizier.

Handauflegung durch Pfarrerin Voigt

Handauflegung durch Pfarrerin Voigt

Ungewöhnlich ist es, wenn ein Ordensangehöriger auch noch eine geistliche Berufung erkennen lässt, die sich in vielen Gesprächen herauskristallisierte. Daher wurde OBr. Wolf durch Handauflegung auch noch zum Ordensliturgen berufen. In diesem Amt steht er den Ordensvespern des Ordenshauses in der Tempelhofer Dorfkirche vor und bekam als Zeichen seines geistlichen Amtes das Kapitelkreuz verliehen.

Die von OSr. Monika Schneider gestaltete Ordenshauskerze wurde gesegnet und ist das sichtbare Symbol für Jesus Christus. In den Ordenslichtvespern und im Konvent wird die Ordenshauskerze künftig entzündet.

Ein Orden lebt von den Menschen, die dem Ordensideal folgen – ein Ordenhaus beginnt zu leben, wenn Menschen bereit sind, sich auf den Weg in den Orden zu machen. So haben sich an diesem denkwürdigen Abend in der Tempelhofer Dorfkirche vier Männer versammelt, um den Weg in die Ordensgemeinschaft als Ordensaffiliierte zu beschreiten. Leider war ein weiterer Interessent aus beruflichen Gründen gehindert, an der Aufnahmefeier teilzunehmen. Gemeinsam mit dem neu ernannten Ordensoffizier Wolf werden sie nun Schritt für Schritt den Orden näher kennenlernen und gleichzeitig auch im Ordenshaus aktiv für die Umsetzung der Ordensideale mitarbeiten.Die historische Templer-Brüderschaft, die beim Konzil von Pisa gegründet wurde, hatte die Aufgabe, die Templer bei ihren Aufgaben tatkräftig ideell und materiell zu unterstützen.

Auf diese Grundlage lassen sich unsere Ordensaffiliierten zurückführen und sollen die Ordensgemeinschaft gemäß des großen historischen Vorbildes unterstützen. Als äußeres Zeichen ihres neuen Standes verlieh Ihnen der Ordensoffizier im Auftrag der Ordensregierung das Affiliiertenzeichen, das sie daran erinnern soll, dass ihr alltägliches Leben von Wahrheit, Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und Hilfsbereitschaft geprägt sein soll. Im Rahmen eines Ordensseminars im Jahr 2015 werden dann alle Ordensaffiliierten, Interessentinnen und Interessenten tiefer in die Historie, Ordensideal und gelebter Ordenswirklichkeit eingeführt.

Gemäß unsere Ordensverfassung ist es uns ein stetes Anliegen, die Jugend in den Orden mit einzubinden. So erklärte Mia im Gottesdienst vor dem Ordensprior die Bereitschaft, in den Ordenlichtvespern des Ordenshauses künftig als Ordensministrantin dem Ordensliturgen OBr. Wolf beizustehen.

ERHEBUNG EINER ORDENSCELLA ZUM ORDENSHAUS BERLIN-BRANDENBURG

Unser Orden freut sich, das nicht alltägliche Ereignis bekannt machen zu dürfen, dass die Cella von Ordensangehörigen in Berlin-Brandenburg gewachsen ist und die Voraussetzung für die Gründung eines Ordenshauses als Vorstufe zu einer Komturei erfüllt hat.

Als Zeichen der neuen Würde und als Ausdruck der regionalen Identität der neuen Gemeinschaft im Orden ist dem Ordenshaus von der Ordensregierung das Recht verliehen worden, ein eigenständiges Wappen führen zu dürfen. Die linke Seite des Wappenschildes symbolisiert den Bezug zum Deutschen Tempelherren-Ordens, der für dieses Ordenshaus die Verantwortung trägt.

Im Feld oben links ist der Bezug zur Wiederbegründung des historischen Templerordens in Frankreich im Jahr 1705 festgelegt. Das darunter abgebildete Doppelkreuz ist der Flagge des historischen Templerordens entnommen. Die rechte Seite ist – falls sich dies heraldisch umsetzen lässt – einem Ordenhaus bzw. einer Komturei gewidmet. Die Cella hat sich aufgrund des Bezuges ihrer Angehörigen für die Wappensymbole von Berlin und Brandenburg entschieden.

In einem feierlichen Gründungsgottesdienst werden schließlich dem neuen Ordenshaus die Insignien verliehen, die sich mit diesem wichtigen Schritt verbinden. Diese Insignien sind das optische Symbol der Verbindung zum historischen Templerorden, aber auch die Brücke zum bestehenden Deutschen Tempelherren-Orden (Ordo Militiae Crucis Templi), die in dieser neuen Form intensiv gelebt wird.

Wenn dieses Geschehen dann noch auf für den Orden äußerst bedeutsamen historischen Grund stattfinden darf, dann ist dies ein zusätzlicher außerordentlicher Grund zur Freude:

Auf dem Boden der historischen Komturei Tempelhof aus dem Jahre 1200, die zur Ordensprovinz Alemania et Slauia gehörte, befindet sich noch heute die alterwürdige Dorfkiche Tempelhof. In diesem Rahmen die Gründung des Ordenshauses Berlin-Brandenburg feiern zu dürfen, ist eine seltene Ehre und Auszeichnung für unsere dortigen Ordensangehörigen. Die damit fühlbar nahe Verbindung zum historischen Orden ist Auftrag, Verpflichtung, aber auch wirksame Stärkung auf dem Weg zur Komturei.

Wir laden auf diesem Wege alle Christinnen und Christen sowie alle Vertreter von christlichen Ritterorden ein, an diesem Gründungsgottesdienst teilzunehmen:

BERLIN-TEMPELHOF
DORFKIRCHE, Reinhardplatz
DONNERSTAG, 30.10.2014
UM 18 Uhr

Beistand für Kinder als gelebter Auftrag

Armut kann jeden treffen und das gilt leider auch für die Wohlstandsgesellschaft in Deutschland. Ganz besonders bitter ist es, wenn Kinder aufgrund des Schicksalsschlages ihrer Eltern betroffen sind. Wenn das Geld in den Familien knapp wird, müssen Kinder mit dem auskommen, was übrig bleibt. Auch wenn diese Kinder nicht verhungern müssen, so fehlt doch einiges, was zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gehört.

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