ÜBER DIE PRIORITÄTEN IM LEBEN EIN LEHRSTÜCK

Predigtgedanken zum 16. Sonntag im Jahreskreis Lk 10:38 – 42

EIN AFFRONT FÜR MARTHA

Für Martha mag es wie ein Schlag ins Gesicht gewesen sein: Da nimmt sie den umherwandernden Jesus gastfreundlich in ihr Haus auf, rackert sich für ihn ab, steht mit all der Arbeit allein da, weil ihre Schwester Maria nichts Besseres zu tun hat, als einfach dazusitzen und Jesus zuzuhören – und als sie ihrer Empörung Luft macht und sich wegen der Untätigkeit der Schwester vorwurfsvoll und um Unterstützung bittend an Jesus wendet, da entspricht er nicht nur nicht ihrer Bitte, sondern sagt ihr klipp und klar, dass sie die falschen, die Schwester aber die richtigen Prioritäten setzt. Ganz schön undankbar und verständnislos, dieser Jesus Ob es Martha reut, ihn als Gast bei sich aufgenommen zu haben?

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Die Ernte ist groß

Predigtgedanken zum 14. Sonntag im Jahreskreis Lk 10:1-12.17-20

An vielen Briefkästen findet man Aufkleber mit der Aufforderung „Bitte keine Werbung“. Werbung wird von vielen als lästig empfunden. Werbeblöcke im Fernsehen verleiten dazu, auf andere Programme umzuschalten oder zwischendurch etwas zu erledigen, bis das gewünschte Programm fortgesetzt wird. Die Werbeleute müssen sich immer raffiniertere Methoden einfallen lassen, wie sie ihre Botschaften an den Mann, an die Frau bringen.

Ähnlich schwierig ist es, religiöse Botschaften zu übermitteln. Auch da treffen wir häufig auf den Wunsch: Bitte lass mich damit in Ruhe. Auch da ist es notwendig, immer nach neuen Wegen Ausschau zu halten, wie Menschen dafür interessiert werden können.

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FARBE BEKENNEN

(Predigtgedanken zum 12. Sonntag im Jahreskreis Lk 9,18 – 24)

MEINUNGSUMFRAGE

Was die Menschen wohl heute sagen, wenn sie ihre Meinung zu Jesus äußern? Manches bekomme ich beiläufig mit. Wenn im Bekanntenkreis, unter Arbeitskollegen, auf dem Spielplatz das Thema Religion aufkommt. Die Diskussionen sind richtig spannend, manchmal erregt. Was auch sein darf. Für die einen ist er ein besonderer Mensch, ein besonders guter, andere sehen in ihm zwar einen großen Religionsstifter, verweisen aber darauf, in seinem Namen seien Kriege geführt worden. Also: ein ambivalentes Bild.

Professionelle Meinungsumfragen gibt es zwar auch, angeblich repräsentativ, aber bei ihnen fehlen die Gesichter, Stimmen, Gesten. Bei ihnen fehlen auch die Zwischentöne, die Erfahrungen, immer aber das Gegenüber. Das Zahlenmaterial ist längst zu einem Friedhof geworden. Lukas macht es richtig: Er erzählt von einem Gespräch.

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