OHNE IHN GEHT NICHTS

(Predigtgedanken zum 3. Ostersonntag, Misericordias Domini, Lk 21:1-14,                   Apg 2:14, 22-23, 1Petr 1:17-21)

ESSEN WILL GELERNT SEIN

Fastfood gehört nun mal zu unserem Leben – das kann man schön finden oder bedauern. Es kann einen abstoßen oder einem das Magenknurren auslösen: In jedem Fall aber gehören auch bei uns die Ketten wie McDonalds & Co zur sichtbaren Kulisse am Straßenrand. Aufgrund dieser sich immer weiter ausbreitenden Fastfood-Kultur wird es ständig schwieriger, ein rechtes Verständnis vom Mahlhalten zu vermitteln: nicht nur als Nahrungsaufnahme, sondern auch als einem sozialen Ereignis. Dabei spielen dann nicht nur die Lebensmittel eine Rolle, sondern mindestens genauso auch die Atmosphäre bei Tisch wie auch die Begegnungen unter den Mahlhaltenden.

Die Folgen sind das tägliche Geschäft von Ernährungsberatern. Aber auch für uns Christen, die im eucharistischen Mahl nicht zu allererst eine Nahrungsaufnahme erkennen, sondern eine Gottesbegegnung feiern, sind diese Veränderungen der Essensgewohnheiten eine Herausforderung. Umso sensibler sollen uns die vielen Mahlgeschichten werden lassen, die uns die Verkündigung der Heiligen Schriften zu Ohren führt. Angesichts dessen ist es eben auch eine Herausforderung, jene Mähler, die uns von Jesus vorgesetzt werden, in ihrer Herrlichkeit und Fülle zu deuten als Zeichen der Zuwendung Gottes, als Labsal, als Grundlage fürs Leben

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Fastenzeit 2026, Zeit des Nachdenkens und der Besinnung; Osterfest 2026, Ostergrüße

Was würde Christus heute tun?
Was würde Christus heute tun?
Wär er am Hof des Herrn
und sorgte, daß kein Umsturz droht,
hätt‘ er die Reichen gern?
Was würde Christus heute tun?
Spräch er vom stillen Glück
des Christen, der Erbauung sucht
fernab der Politik?
Was würde Christus heute tun?
Gäb Steine er statt Brot?
Hieß er uns neue Tempel baun,
wo Völker leiden Not?

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DAS LICHT DES ERSTEN TAGES

(Predigtgedanken zum Ostersonntag * Joh 20:1-9; Apg 10:34a, 37-43; Kol 3:1-4)

AM ERSTEN TAG DER WOCHE

Maria von Magdala geht zum Grab. Es ist der erste Tag der Woche, es ist noch dunkel. Sie ist allein. Allein auch mit sich. Ich versuche, mit vorzustellen, wie leer ihr Kopf jetzt ist – aber auch, wie voll er ist mit Erinnerungen, Enttäuschungen und Hoffnungen. Dann sieht Maria, dass der Stein weggenommen ist. Eine unheimliche Erfahrung. Sie versteht noch nicht, dass es ein Zeichen ist:
Der Stein, der die Welt der Lebenden von der der Toten trennt – weggenommen.
Der Stein, der Leben abschließt – weggenommen.
Der Stein, der Herzen schwer macht – weggenommen.
Wie sich dieses Wort anhört: w e g g e n o m m e n !

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