AUSSPÄHEN NACH DEN LETZTEN GEHEIMNISSEN

(Predigtgedanken zum 7. Sonntag in der Osterzeit / Exaudi, Joh 17:1-11a;                   Apg 1:12-14; 1 Petr 4:13-16)                                                                                      

INTIME ZWIESPRACHE

Das Evangelium, das wir gehört haben, führt uns in eine alte Geschichte – und nimmt uns mit in die Leidensgeschichte Jesu. Im Garten Gethsemane – die Jünger können die Augen nicht mehr aufhalten – ringt Jesus um seinen Weg, er ringt mit Gott. Er betet: Vater, wenn es dein Wille ist, so lass diesen Kelch an mir vorübergehen – Am Ende wird er ihn bis zur Neige leeren, Gott seine Verlassenheit klagen und am Kreuz sterben.

Johannes lässt uns heute, am letzten Sonntag der Osterzeit, in ein Gebet Jesu hineinhorchen. Wie Vertraute werden wir zu Zeugen einer intimen Zwiesprache zwischen Jesus und seinem Vater. Dabei können wir auch sein Leiden in einem neuen Licht sehen – im Licht von Ostern. Dabei fällt viel Licht auf uns, auf unser Leben.

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Lebensräume für UNS alle

(Predigtgedanken zum 5. Ostersonntag / Kantate; Joh 14: 1-12; Apg 6: 1-7;         1 Petr 2: 4-9)

Die Verheißung Jesu, dass er vorausgeht, um uns Wohnungen beim Vater vorzubereiten, wird meist auf ein jenseitiges Leben hin gedeutet. Greift das nicht zu kurz? Jesus schaffte neue Lebensräume für alle, die sich von seiner Botschaft ansprechen ließen. Ein Herausforderung auch für uns heute.

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OHNE IHN GEHT NICHTS

(Predigtgedanken zum 3. Ostersonntag, Misericordias Domini, Lk 21:1-14,                   Apg 2:14, 22-23, 1Petr 1:17-21)

ESSEN WILL GELERNT SEIN

Fastfood gehört nun mal zu unserem Leben – das kann man schön finden oder bedauern. Es kann einen abstoßen oder einem das Magenknurren auslösen: In jedem Fall aber gehören auch bei uns die Ketten wie McDonalds & Co zur sichtbaren Kulisse am Straßenrand. Aufgrund dieser sich immer weiter ausbreitenden Fastfood-Kultur wird es ständig schwieriger, ein rechtes Verständnis vom Mahlhalten zu vermitteln: nicht nur als Nahrungsaufnahme, sondern auch als einem sozialen Ereignis. Dabei spielen dann nicht nur die Lebensmittel eine Rolle, sondern mindestens genauso auch die Atmosphäre bei Tisch wie auch die Begegnungen unter den Mahlhaltenden.

Die Folgen sind das tägliche Geschäft von Ernährungsberatern. Aber auch für uns Christen, die im eucharistischen Mahl nicht zu allererst eine Nahrungsaufnahme erkennen, sondern eine Gottesbegegnung feiern, sind diese Veränderungen der Essensgewohnheiten eine Herausforderung. Umso sensibler sollen uns die vielen Mahlgeschichten werden lassen, die uns die Verkündigung der Heiligen Schriften zu Ohren führt. Angesichts dessen ist es eben auch eine Herausforderung, jene Mähler, die uns von Jesus vorgesetzt werden, in ihrer Herrlichkeit und Fülle zu deuten als Zeichen der Zuwendung Gottes, als Labsal, als Grundlage fürs Leben

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