Gebet für den Frieden
Herr und Vater der Menschheit, du hast alle Menschen mit gleicher Würde erschaffen.
Papst Franziskus in Enzyklika Fratelli Tutti
Gieße den Geist der Geschwisterlichkeit in unsere Herzen ein.
Wecke in uns den Wunsch nach einer neuen Art der Begegnung, nach Dialog, Gerechtigkeit und Frieden.
Sporne uns an, allerorts bessere Gesellschaften aufzubauen und eine menschenwürdigere Welt ohne Hunger und Armut, ohne Gewalt und Krieg.
Gib, daß unser Herz sich allen Völkern und Nationen der Erde öffne, damit wir das Gute und Schöne erkennen, das du in sie eingesät hast, damit wir engere Beziehungen knüpfen vereint in der Hoffnung und in gemeinsamen Zielen.
Amen.
Liebe Ordensschwestern, liebe Ordensbrüder, liebe Postulantinnen, liebe Postulanten, liebe Freunde und Förderer unseres Ordens, liebe Ordensgeschwister,
Gedanken zu Ostern (2018): „Das große Plus im Leben“ von Herrn Pfarrer Helmut R. Kraus, PV Brannenburg-Flintsbach; Dekan Dekanat Inntal
„Der frühere Leiter des katholischen Biberlwerkes Stuttgart, Franz-Josef Ortkemper, ist einmals der Frage nachgegangen: „Wäre Christus nicht auferstanden?“ Eine lesenswerte Darlegung, denn er macht deutlich, daß unser christlicher Glaube nur von der Auferstehung her verstehbar ist. Die Auferstehung ist sozusagen die Brille, durch die wir unseren Glauben nur lesen und verstehen können. Ja, wäre Christus nicht auferstanden, dann wären die verängstigten Jünger nicht zu der Bekennerhaltung gekommen, in der sie dann den Auferstandenen verkündet und bezeugt haben. Die Anhänger Jesu wären eine unbedeutende Kleingruppe geblieben oder hätten sich allmählich ganz verloren.
Da aber Jesus Christus den Tod überwunden hat und auferstanden ist, konnte er sich den Jüngern und der Maria von Magdala als der Auferstandene zu erkennen geben und sie so befähigen, den Glauben aller Welt zu verkünden. Einen Glauben, der den Menschen sagt, daß ihnen – als Abbild Gottes – all das gilt, was Jesus getan und erwirkt hat. Die Auferstehung ist gewissermaßen die Bestätigung Gottes: Was dieser Jesus verkündet und gewirkt hat, macht deutlich: In Jesus Christus hat Gott alles für uns Menschen getan und eingesetzt.“So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einzigen Sohn für uns hingab; wer an ihn glaubt, hat teil an seinem Leben.,“ lautet die frohe Botschaft.
Die Botschaft von der Auferstehung des Herrn sprengt alle unsere Vorstellungen. Sie ist das Größte und Bedeutendste, was man der Welt verkünden kann. Denn für jeden Menschen gilt, daß er eine Hoffnung haben kann, die größer ist als alle Unzulänglichkeiten und die Nöte dieser Welt, eine Hoffnung, die diese Welt übersteigt.
Natürlich fordern die Zweifler, die diese Botschaft nicht glauben können, Beweise oder konkrete Hinweise. Denen kann man nur sagen, daß die Auferstehung schlechterdings nicht in einem naturwissenschaftlichen Sinne beweisbar ist, weil sie ja alle unsere Meßgrößen übertrifft, daß Auferstehung etwas ist, was unser Raum-Zeit-Gefüge übersteigt.
Deshalb sollten wir die Wirkung anschauen, daß der auferstandene Christus aus einer verängstigten Jüngerschar eine bekennende Schar geformt hat, die weder Verfolgung noch Tod fürchtet. Der Auferstandene will auch an uns wirksam werden, daß wir nicht angstgeprägt leben, sondern hoffnungsvoll und zielorientiert. Deshalb ist Ostern das große Plus in unserem Leben.“
Wenn Du einmal nicht mehr weiterweißt und Dich in einer Krise die Kräfte verlassen, dann hab im Hinterkopf:
Der Auferstandene zeigt Dir den Weg, der zum ewigen Leben führt.
Der Auferstandene schenkt Dir in der Begegnung mit ihm neue Kraft.
Der Auferstandene öffnet Dir die Augen für eine Wirklichkeit, die über Deinen Horizont hinausgeht.
Es ist gut, im Hinterkopf zu behalten, daß wir froher, zuversichtlicher und hoffnungsvoller leben dürfen.
Dazu will Ostern uns anstiften.
Euch liebe Ordensgeschwister wünsche ich ein frohes Osterfest und Gottes reichen Segen.
NND
Mit templerischen / ordensbürderlichen Grüßen
Euer südlichster Ordensbruder Klaus – Komtur – Komturei Johanna-von-Orléans