(Predigtgedanken zum 17. So. i. Jkr. / 8. So. n. Trinitatis; Mt 13:44-52, 1 Kön 3:5.7-12, Röm 8:28-30)
Es gibt Situationen, in denen wir alles aufgeben, weil wir etwas Bestimmtes unbedingt haben wollen, weil es für uns einen Wert hat, vor dem alle anderen wertvollen und wichtigen Dinge verblassen. Jesus behauptet, das Himmelreich sei etwas, für das Kenner alles andere aufgeben. Das Himmelreich steht für ein Glück, das sich nicht kaufen lässt – und für eine Liebe, die der Erde das Schwere nimmt.
SO SCHNELL! ICH KOMME NICHT MIT. HALT!
Ein Mensch findet einen Schatz – schön unter der Erde verbuddelt. Wer mag, wann, warum einen Schatz vergraben haben? Vergessen? In einer Nacht- und Nebelaktion kauft der Mann den ganzen Acker. An nichts anderes kann er mehr denken. Ich muss ihn haben! Alles, was er hat, investiert er jetzt. Alles, was er zu Geld machen kann. Ob er sich das auch gut überlegt hat? Jetzt hat er einen Acker mit Schatz, aber alles andere hat er aufgegeben? Apropos Acker: wird er jetzt Landwirt?
Dann ist da noch ein Juwelier. Er hat ein gut gehendes Geschäft. Fachmann durch und durch. Erstes Haus am Platz! Er entdeckt eine Perle, nein, die Perle – und muss sie haben! Die vielen anderen schönen Einzelstücke, die aus dem Schaufenster lachen, rafft er schnell zusammen, verkauft sie – womöglich sogar unter Preis – und erwirbt seine Traumperle! Die eine! Was aber macht ein Juwelier mit einer Perle, die er nie, unter keinen Umständen, verkaufen möchte? Wie er sie schützen muss! Hoch versichert. Sein Laden ist leer – was macht er denn jetzt?
So schnell! Ich komme nicht mit. Halt!
