(Predigtgedanken zum 3. Ostersonntag, Misericordias Domini, Lk 21:1-14, Apg 2:14, 22-23, 1Petr 1:17-21)
ESSEN WILL GELERNT SEIN
Fastfood gehört nun mal zu unserem Leben – das kann man schön finden oder bedauern. Es kann einen abstoßen oder einem das Magenknurren auslösen: In jedem Fall aber gehören auch bei uns die Ketten wie McDonalds & Co zur sichtbaren Kulisse am Straßenrand. Aufgrund dieser sich immer weiter ausbreitenden Fastfood-Kultur wird es ständig schwieriger, ein rechtes Verständnis vom Mahlhalten zu vermitteln: nicht nur als Nahrungsaufnahme, sondern auch als einem sozialen Ereignis. Dabei spielen dann nicht nur die Lebensmittel eine Rolle, sondern mindestens genauso auch die Atmosphäre bei Tisch wie auch die Begegnungen unter den Mahlhaltenden.
Die Folgen sind das tägliche Geschäft von Ernährungsberatern. Aber auch für uns Christen, die im eucharistischen Mahl nicht zu allererst eine Nahrungsaufnahme erkennen, sondern eine Gottesbegegnung feiern, sind diese Veränderungen der Essensgewohnheiten eine Herausforderung. Umso sensibler sollen uns die vielen Mahlgeschichten werden lassen, die uns die Verkündigung der Heiligen Schriften zu Ohren führt. Angesichts dessen ist es eben auch eine Herausforderung, jene Mähler, die uns von Jesus vorgesetzt werden, in ihrer Herrlichkeit und Fülle zu deuten als Zeichen der Zuwendung Gottes, als Labsal, als Grundlage fürs Leben
