WAS ZU VERLIEREN UND WAS ZU GEWINNEN IST

(Predigtgedanken zum 1. Fastensonntag Mt 4:1-11, Gen 2:7-9; 3:1-7, Röm 5:12-19)

DER BAUM IN DER MITTE DES GARTENS

Aller guten Dinge sind drei! Drei Geschichten will ich erzählen. Aus dem Vollen geschöpft. Ähnlichkeiten sind beabsichtigt und nicht zufällig.

Die beiden hatten es gut. Bisher war ihnen alles in den Schoß gefallen. Sie hatten ihr – Paradies. Aber es wurmte sie der Baum in der Mitte ihres Gartens. Seine Früchte waren verführerisch – sie aber sollten nicht von ihnen essen. Sie hatten so viel, sie hatten alles. Es fehlte ihnen nichts. Wenn doch nur dieser Baum nicht wäre! Erst umzingeln sie ihn. Ziehen ihre Kreise immer enger. Jetzt! Sollte Gott gesagt haben? Hat er. Aber sie hören die andere Stimme. Ihr könnt euch doch diese Früchte nicht entgehen lassen. Euch gehen die Augen auf. Alles, was euch noch fehlt, findet ihr hier. Was “gut” und “böse” ist, werdet ihr erkennen. Wenn ihr diesen Schlüssel nicht habt – ist alles nichts. Und der Baum steht in der Mitte, ist schön anzusehen – zu schön, um die Finger von ihm zu lassen. Wie das so ist: alles ist auf einmal nichts. Jetzt! Das Glück!

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ETWAS NEUES BEGINNT

(Predigtgedanken zum Fest Taufe des Herrn / 1. So. n. Epiphanias; Mt 3:13-17; Jes 42:5a, 1-4, 6-7, Apg 10:34-38)

Ich habe ein schönes Bild vor Augen. Eltern bringen ihr Kind zur Taufe. Und wenn dann noch andere Kinder dabei sind – ein Fest. Auch für die Augen. Ein großer Tag. Schade. Vielen ist das Geheimnis, das der Taufe inne wohnt, fremd geworden: In der Taufe wird ein Mensch Gottes Kind. Ihm wird das österliche Licht geschenkt. Er bekommt ein neues Gewand. Er wird Teil, Glied einer Gemeinschaft, die mit ihm zusammen auf dem Weg ist. Die er braucht, die ihn braucht. In jeder Taufe feiert auch die Kirche Geburtstag. Das Fest einer großen Hoffnung. Ist Ihnen das alte Wort noch im Ohr? Wiedergeburt. Wiedergeburt steht für einen neuen Anfang, für ein neues Leben, für einen neuen Weg. Ein traumhaftes Bild für Menschen, die aus ihrer Haut nicht heraus kommen. Alter, Erfahrung und Ansehen spielen keine Rolle. Bei Gott muss ich auch nichts werden. Ich bin – getauft.

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FAMILIE: GEMEINSAM GOTT SUCHEN

(Predigtgedanken zum Fest der Heiligen Familie / 1. So. n. Christfest, Mt 2:13-15, 19-23 / Sir 3:2-6, 12–14 / Kol 3:12-21)

Umfragen bestätigen, dass die Mehrzahl der Menschen sich nach einer Familie sehnt, in der sie geborgen sind und Stütze und Halt finden. Fakt ist aber auch, dass dies oft nicht gelingt. Familie braucht wechselseitiges Geben und Nehmen, Liebe, Barmherzigkeit, Geduld. Das gemeinsame Unterwegssein auf Gott hin stärkt diese Haltungen, die Familie wachsen lassen.

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Weihnachtsgruß des Ordensmeisters

Liebe Ordensschwestern,
Liebe Ordensbrüder,
Liebe Freunde und Förderer des Tempelherren Ordens,
Eine gesegnete, besinnliche und friedvolle Weihnacht. Diesen Wunsch möchte ich Euch in auch diesem Jahr wieder zurufen. Die Zeit der Stille und der Einkehr soll uns einander näherbringen. Unsere Welt ist hektisch, voller Unruhe und Zweifel. Die heilige Weihnacht bringe uns die innere Ruhe und lenke unser Leben und Zusammenleben. Lasst uns die ganze Welt in unsere Gebete einschließen.

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“BIS DU KOMMST IN HERRLICHKEIT”

(Predigtgedanken zum 33. So. i. Jkr. / vorletzten So. i. Kj – LK 21:5-13; MAL 3:19b-20; 2.THESS 3:7-12)

GOTT IST IM KOMMEN

Wenn wir mitten in der Feier der Eucharistie unseren Glauben an die Gegenwart des erhabenen Herrn bekennen, heißt es: “Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.” Das Wort “Kommen” gehört zu den Schlüsselworten der Bibel. Es ist ein wichtiger Teil der Selbstoffenbarung des jüdisch-christlichen Gottes. So heißt es zum Beispiel in der Offenbarung des Johannes: “Gott spricht: Ich bin das Alpha und das Omega, der ist, der war und der kommt’” ( Joh 1:8). Es lautet nicht, wie zu erwarten wäre, “der sein wird”!

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EIN FEST VERSÖHNENDER FÜRBITTE

(Predigtgedanken z. Fest Allerseelen / 20. So. n. Trinitatis: Joh 11:17-27; 2 Makk 12:43-45; 1 Thess 4:13-18)

ALLERHEILIGEN – ALLERSEELEN

Unmittelbar nach dem Fest Allerheiligen lädt uns die Kirche ein, aller Verstorbenen zu gedenken, wobei man die früher übliche Eingrenzung auf verstorbene Christgläubige, um deren Seelenruhe gebetet wird, wohl außer Acht lassen darf. Immer noch wird freilich die Gebetsformel verwendet „Herr, gib allen verstorbenen Christgläubigen die ewige Ruhe“. Christus ist aber nicht nur für diese gestorben, sondern alle Menschen sind in das Geschehen der Erlösung durch Jesu Tod und Auferstehung eingebunden. Ihrer aller will die Kirche heute fürbittend gedenken.

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