EIN VERLORENER MIT GANZ VIEL VERTRAUEN

Predigtgedanken zum 4. Fastensonntag (Lk 15:1 – 3.11 – 32)

OFFENE BEGEGNUNG

Ob sich die beiden Brüder getroffen haben, jetzt beim Fest – oder auch später? In der Geschichte, die Jesus erzählt, bleibt offen, wie der Tag zu Ende geht. Aber so farbig und leidenschaftlich erzählt, wissen wir gar nicht, wohin wir schauen sollen. Wir sehen zwei Männer: einer ist zerlumpt und herunter gekommen heimgekehrt – er trägt jetzt ein festliches Gewand und einen Siegelring am Finger – der andere kehrt nach einem langen und harten Tag verschwitzt nach Hause zurück und traut seinen Augen nicht. Man hat ihn nicht einmal gerufen. Wenn er die Musik nicht gehört hätte. . .

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ES BERÜHREN SICH HIMMEL UND ERDE

Predigtgedanken zum 2. Fastensonntag – Lk 9:28b – 36 & Gen 15:1 – 18

Der Refrain eines Neuen Geistlichen Liedes lautet: „Da berühren sich Himmel und Erde…“. Dieser Text führte mich zu den heutigen Lesungen aus dem Alten Testament und dem Evangelium. Können wir wirklich Gott begegnen, wo oder was sind Schritte, solche „Stern-Stunden“ zu erfahren? Wo berühren sich „Himmel und Erde“ im Alltag?

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Selig – wehe!

Predigtgedanken zum 6. Sonntag im Jahreskreis Lk 6:17 – 26

Um dem Anliegen Jesu gerecht zu werden, ist es wichtig wahrzunehmen, dass er von seinen Jüngern, also Menschen redet, die arm oder reich sind, die

hungern, trauern und lachen. Jesus preist nicht die Armut, den Hunger, die Traurigkeit oder die Verfolgung selig; er spricht sein „Wehe” nicht aus über den Reichtum, das Sattsein oder das Lachen. Reichtum, Fröhlichkeit, einen gut gedeckten Tisch mit schmackhaften Speisen wünscht Jesus jedem Menschen.

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HÄTTE ICH ABER DIE LIEBE NICHT

Predigtgedanken zum 4. Sonntag im Jahreskreis, 2. Lesung 1Kor12:31 – 13:13

Wir hören heute vom Apostel Paulus den schönsten Text, den er je in seinem Leben geschrieben hat. Seine Worte über die Liebe sind bis auf den heutigen Tag von niemandem übertroffen worden, wie viele es auch unternommen haben, die Liebe zu besingen.

Nur, über die Liebe reden und die Liebe leben, das ist nicht das Gleiche. Hier liegt wohl für uns Menschen das eigentliche Problem. Unter uns gibt es sicher niemanden, der den Worten und Gedanken des Paulus nicht zustimmen würde. Und wir alle wünschen uns sicher sehr: Könnte die Liebe doch nur so vollkommen in mir sein, wie Paulus sie beschreibt. Aus diesem Verlangen heraus, das wir in uns spüren, sollten wir aufbrechen und nach Wegen suchen, wie wir die Liebe in uns mehren und anreichern könnten.

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WEIHNACHTEN EINANDER SPÜREN LASSEN

Predigtgedanken zum 2. Sonntag nach Weihnachten (Joh 1,1 – 18)

Weihnachten ist ein Fest der Nähe Gottes. Wie können wir einander diese Nähe spüren lassen, wenn wir einander nicht nahekommen dürfen? Die Coronabeschränkungen haben viele neue Wege und Ausdrucksformen finden lassen. Auch im Bereich des Glaubens gilt es Neues zu probieren, um unsere Freude über das Nahesein Gottes zu zeigen und einander spüren zu lassen.

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Weihnachtsgrüße des Ordensmeisters

Liebe Ordensschwestern, Liebe Ordensbrüder, Liebe Freunde und Förderer des Tempelherren Ordens,

Alles still! es tanzt den Reigen Und darüber thront das Schweigen Alles still! vergeblich lauschet Keiner Fichte Wipfel rauschet, Alles still! die Dorfeshütten Die, von Schnee bedeckt, inmitten Alles still! nichts hör ich klopfen Heiße Tränen niedertropfen

Theodor Fontane


Wir wünschen allen von Herzen
ein gesegnetes Weihnachtsfest und eine besinnliche Zeit mit den Lieben
und ein gesundes Jahr 2022

Für die Ordensregierung
mit brüderlichen Grüßen

Non Nobis, Domine, Non Nobis – Sed Nomini Tuo Da Gloriam

Obr. Thomas Henning
Ordensmeister

Predigtgedanken aus unserer Advendsandacht zum 4. Adventssonntag

GOTT STEHT AUF DER SEITE DER ERNIEDRIGTEN

DAS BILD “MARIA UND ELISABETH” VON KÄTHE KOLLWITZ, GEMALT 1928

Die Künstlerin Käthe Kollwitz hat im Jahre 1928 die Begegnung der zwei schwangeren Frauen Maria und Elisabeth dargestellt. Dieses Bild hat mich in seiner Einfachheit angesprochen und berührt. Zu sehen sind, wie es für Käthe Kollwitz üblich ist, zwei einfache Frauen, schlicht gekleidet, die einander zugeneigt sind. Ein schwangeres, junges Mädchen vertraut sich einer älteren Frau an. Die ältere Frau umarmt sie. Sie spricht der jüngeren etwas ins Ohr. Schützend, fast vorsichtig tastend, legt sie eine Hand auf ihren Bauch.

Maria und Elisabeth. Was die beiden miteinander gesprochen, worüber sie sich ausgetauscht haben, können wir nur vermuten.

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