„Zeit zum Verschenken“ Wenn wieder d’Zeit zum Schenken kimmt, se jeder Zeit zum Denken nimmt und überlegt: „Was kannt i geben dem, der mir wichtig is im Leben?“ da waar gwieß oans nia ganz vakehrt, a Gschenk von ganz am bsondern Wert, und ‚s macht de allergrößte Freud‘: Schenkts doch ananda – mehra Zeit! A Zeit zum Zuahörn, Zeit zum Lacha, Zeit, um mitnand was Bsonders z’macha. A Zeit zum Reden, Zeit zum Schweigen. Zeit, de ma andern macht zu eigen. As schönste Gschenk hast in da Hand: Schenk ma uns Zeit, Zeit für anand! ‚s waar oane von de besten Gaben: A guade Zeit mitnand zu haben.
Leidenschaftlich, flehentlich hören wir Jesaja rufen: „Reiß doch den Himmel auf, und komm herab, so dass die Berge zittern vor dir.“ Wie fern, wie unnahbar muss der Himmel wohl sein! Die Menschen, die den Propheten hören, können mit dem Kopf nicken, ohne viel sagen zu müssen. Für sie ist der Himmel verschlossen. So verschlossen wie ihr Leben, wie ihr Geschick. Gebeutelt von der großen Geschichte, wehrlos Entwicklungen ausgesetzt, zwischen Lethargie und Resignation schwankend – so klein ist Gottes Volk gemacht. Klein mit Hut. „Reiß doch den Himmel auf, und komm herab, so dass die Berge zittern vor dir“. Ein tolles Bild! Wenn sogar die Berge zittern, die doch erhaben sind und nicht verrückt werden können – dann haben auch Unterdrückung und Angst keine Chance mehr. Es gibt noch Hoffnung! Es gibt wieder Hoffnung!
Ich erzähle zwar von gestern, aber die Erfahrung, dass der Himmel verschlossen ist, dass das Leben verschlossen ist, dass die Zukunft verschlossen ist – wer wüsste nicht, was angedeutet, offen gesagt, still verschwiegen oder laut geklagt wird.
Am 28. Oktober 2023 trafen sich in Paris die wahlberechtigten Mitglieder der Internationalen Ordensführung zur Wahl des neuen Großmeisters.
Als neuer Großmeister wurde
S.E. Jaques Dubos
Schweizer Großprior
Mediator und Großkreuzträger des
Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani
von einer Mehrheit der Großpriore und der Ordensregierung zum neuen Großmeister des OSMTH gewählt.
Der Deutsche Tempelherrenorden (OMCT) gratuliert dem neuen Großmeister des OSMTH in templerischer Verbundenheit und wünscht Ihm für seine Tätigkeit Gottes Segen und die Kraft des Allerhöchsten.
NON NOBIS, DOMINE, NON NOBIS – SED NOMINI TUO DA GLORIAM!
Was gibt Hoffnung in dunkler Zeit? Es sind die Fähigkeiten in uns. Wenn wir sie entfalten und damit Gewinn machen, kann man daran Freude haben. Jesus ermutigt uns, das uns Anvertraute zur Entfaltung zu bringen. Das bringt Licht ins Leben, auch in dunkler Zeit.
(Predigtgedanken zum 33. So. i. Jkr. / vorletzten So. d. Kj. / Mt 25:14-30/1 Thess 5:1-6)
Bereits im Juni dieses Jahres verstarb unerwartet der Großmeister des OSMTH.
S.E. Gerard Edmond Louis WILLERY, EMC Großmeister *23.01.1948 – +29.06.2023
In brüderlicher Verbundenheit trauern wir in tiefer Anteilnahme mit unseren Templerbrüdern des OSMTH Porto. In Hochachtung und Dankbarkeit des weltweit aktiven Ordens der Tempelherren von Jerusalem.
(Predigtgedanken zum 31. So. i. Jkr./22.So.n. Trinitatis, Mk 12:28b – 34)
EINE PREDIGT ÜBER LASTEN MAG ICH HEUTE NICHT HALTEN
Ich könnte heute eine Predigt halten über Lasten, die Menschen tragen müssen. Das würde eine lange Predigt werden. Über die Pharisäer von damals – und über die vielen geschriebenen und ungeschriebenen Regeln auch in unserer Mitte. Aber es wäre ein schweres Unterfangen. Gerecht könnte ich auch nicht bleiben. Schließlich braucht sogar das kleine Glück liebevolle Grenzen – wenn es nicht verschwinden soll, und die Freiheit einen Schutz, wenn sie nicht verkommen soll. Nein, eine Predigt über Lasten mag ich heute nicht halten.
(Predigtgedanken z. 29. So. im Jahreskr. / 20. So. nach Trinitatis, Mt. 22:15 – 21)
STEUERBESCHEID
Das Thema Steuern kann tatsächlich in Wallung versetzen. Zu viel, zu hoch – schreien die einen. Falsch berechnet, ungerecht verteilt – die anderen. Kalt lässt uns das Thema (auch) nicht. Schließlich sind wir Steuerzahler (wenn wir vielleicht auch, gelegentlich – oder auch immer wieder – Schlupflöcher suchen – ganz legal, natürlich). – Klar, wir können jetzt über vieles klagen, vieles müssen wir auch kritisieren, aber heute lädt uns das Evangelium ein, „Ja“ zu sagen zu Steuern. Ein Gemeinwesen braucht Geld. Und manchmal brauchen auch Menschen Geld aus einer öffentlichen Kasse, ohne Bettler zu sein oder zu Bettlern gemacht zu werden. Eigentlich bin ich den klugen Fragern im Evangelium dankbar: Sie wollen Jesus zwar in eine Falle locken, erhalten aber von ihm einen – Steuerbescheid.
(Predigtgedanken zum 27. So. i. Jahreskreis / 18. So. n. Trinitatis, Mt 21:33-44)
FRÜCHTE BRINGEN
Das Evangelium des heutigen Sonntags befasst sich mit der Frage: Wer ist das wahre Volk Gottes? Dabei bleibt unbestritten, dass Jahwe sich einst Israel als sein Volk erwählt hat. Aber die Führer des Volkes handeln nicht Gott ergeben, sondern wie die beschriebenen Pächter des Weinbergs. Sie wollen selbst die Herren sein, anstatt ihrem Gott Jahwe zu dienen.
ERNTEDANK heißt auch: Wir brauchen nicht nur Lebensmittel, sondern auch Lebensmitte!
DIE LEBENSMITTE IST ÜBER-LEBENS-WICHTIG! LEBENSMITTEL sind kostbar, weil wir sie zum Leben brauchen. Sie stehen uns immer ausreichend zur Verfügung. Macht uns das noch von Herzen dankbar, um sie verantwortlich zu gebrauchen? Gott gibt uns reichlich, mehr, als wir verbrauchen können. Nahrung und Genüsse gibt es hier im Überfluß. Ist das schon selbstverständlich, wenn wir uns alles nach Belieben gönnen?
ERNTEDANK heißt BESINNUNG Gott will uns vor allem bleibende Werte geben. Eine LEBENSMITTE! Er schenkt uns seine tiefe Verbundenheit und gibt uns in JESUS Sinnerfüllung im Leben. Daraus erfolgen hoffnungsfrohe Schritte.
ERNTEDANK HEIßT DANKBARKEIT Gott gibt Lebensmittel in unsere Hände und will auch Lebensmitte in unseren Herzen sein. Wer denkt, der dankt und wird vom Zersorgen befreit. JESUS ist das Größte aller Gottesgeschenke!