Fastenzeit 2026, Zeit des Nachdenkens und der Besinnung; Osterfest 2026, Ostergrüße

Was würde Christus heute tun?
Was würde Christus heute tun?
Wär er am Hof des Herrn
und sorgte, daß kein Umsturz droht,
hätt‘ er die Reichen gern?
Was würde Christus heute tun?
Spräch er vom stillen Glück
des Christen, der Erbauung sucht
fernab der Politik?
Was würde Christus heute tun?
Gäb Steine er statt Brot?
Hieß er uns neue Tempel baun,
wo Völker leiden Not?

Wo würde Christus heute stehn?
Säß er im Hohen Rat?
Säß er auf einem Bischofsthron
in prunkvollem Ornat?
Wo würde Christus heute stehen?
Wollt er am Ende gar,
daß keiner neue Wege wagt,
damit es bleibt, wie’s war?
Wo würde Christus heute stehen?
Was heißt heut: Denket um,
verändert diese Welt und lebt
das Evangelium?

Was würde Christus heut geschehn?
Ging man denn auf ihn ein?
Fänd man ihn nicht mehr radikal?
würd man ihm heut verzeihn?

Was würde Christus heut geschehn
und Menschen seiner Art?
Käm er am Urteil heut vorbei?
Würd ihm das Kreuz erspart?
Was würde Christus heut geschehn,
ließ er sich bei uns sehn?
Wer folgte ihm im Glauben nach,
wer würde mit ihm gehn?
von Lothar Zenetti

Das fragen auch wir Templer uns
und kommen zu dem Schluß,
daß heute wie zu jener Zeit
etwas geschehen muß;
denn Klagen hört man überall
und Rufe nach dem Staat,
doch Worte sind nur Rauch und Schall.
Es zählt allein die Tat.
Was würde Christus heute tun?
Die Frage leicht erscheint,
doch läßt sie mich nicht länger ruh’n,
denn hier bin ich gemeint.

Ordensbruder Ludwig (Dr. Ludwig Mahncke)


Wenn dunkle Wolken dich umgeben!
von Johannes Büttner

Wenn dunkle Wolken dich umgeben, und du verzweifeln möchst im Leben, darfst du es wissen, daß dein Gott, dir immer hilft in Leid und Not.

Auch wenn du meinst, dein Herz ist leer, und was du tragen mußt, zu schwer, sollst du dein müdes Haupt erheben, zu DEM, der für dich gab sein Leben.

Er läd dem Menschen nicht mehr auf, als er erträgt im Tageslauf, weil ER schon alles vorgeseh´n, kannst auf SEIN Wort dich immer leh`n.

Da  darfst du täglich zu IHM sprechen: „Ich will mit deiner Gnade rechnen, denn Gnade ist`s, die mich erhält, in dieser finst`ren, argen Welt“.

Sprich auch zu IHM: „Du gnäd´ger Gott, führ mich aus aller meiner Not, zeig mir den Weg hier in der Welt, und führ mich so, wie´s dir gefällt, dann ist SEIN Wort für dich ein Licht, hat immer guten Rat für dich, in Leid, in Kummer und in Not, ist es für dich, wie´s täglich Brot.

Geht  mit dem HERRN dann unbeschwert, auf daß sein NAME wird geehrt, sag´s allen Menschen froh  und dreist, daß dieser NAME „JESUS“ heißt.


Liebe Ordensschwestern, liebe Ordensbrüder, liebe Postulantinnen, liebe Postulanten, 
liebe Freunde und Förderer unseres Ordens,  liebe Ordensgeschwister,

„Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaft auferstanden.“

Mit diesem uralten Ostergruß feiern wir das größte Fest unseres Glaubens.

Ostern sagt uns: Das Leben hat das letzte Wort, nicht der Tod. Gott hat Jesus Christus von den Toten auferweckt – und damit ein Zeichen gesetzt für Hoffnung, neues Leben und für seine unerschütterliche Liebe zu uns Menschen.

Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen Sorgen, Unsicherheit oder Einsamkeit erleben, erinnert uns Ostern daran, dass Gott mitten unter uns ist. Er geht mit uns durch Dunkelheit und Leid – und führt uns immer wieder ins Licht.

Die Auferstehung Jesu lädt uns ein, selbst zu Menschen der Hoffnung zu werden:

Menschen, die einander Mut machen, füreinander da sind und die Botschaft der Liebe Gottes weitertragen.

Euch liebe Ordensgeschwister und Euren Familien und Angehörigen wünsche ich eine besinnliche (restliche) Fastenzeit, ein frohes Osterfest und Gottes reichen Segen.

Möge die Freude der Auferstehung Eure Herzen erfüllen und Euch im Alltag begleiten.

Der Herr ist auferstanden. Halleluja!

Mit templerischen / ordensbürderlichen Grüßen
Euer südlichster Ordensbruder Klaus – Komtur – Komturei Johanna-von-Orléans,
Deutscher Tempelherren-Orden, ORDO MILITIAE CRUCIS TEMPLI (OMCT)