OHNE IHN GEHT NICHTS

(Predigtgedanken zum 3. Ostersonntag, Misericordias Domini, Lk 21:1-14,                   Apg 2:14, 22-23, 1Petr 1:17-21)

ESSEN WILL GELERNT SEIN

Fastfood gehört nun mal zu unserem Leben – das kann man schön finden oder bedauern. Es kann einen abstoßen oder einem das Magenknurren auslösen: In jedem Fall aber gehören auch bei uns die Ketten wie McDonalds & Co zur sichtbaren Kulisse am Straßenrand. Aufgrund dieser sich immer weiter ausbreitenden Fastfood-Kultur wird es ständig schwieriger, ein rechtes Verständnis vom Mahlhalten zu vermitteln: nicht nur als Nahrungsaufnahme, sondern auch als einem sozialen Ereignis. Dabei spielen dann nicht nur die Lebensmittel eine Rolle, sondern mindestens genauso auch die Atmosphäre bei Tisch wie auch die Begegnungen unter den Mahlhaltenden.

Die Folgen sind das tägliche Geschäft von Ernährungsberatern. Aber auch für uns Christen, die im eucharistischen Mahl nicht zu allererst eine Nahrungsaufnahme erkennen, sondern eine Gottesbegegnung feiern, sind diese Veränderungen der Essensgewohnheiten eine Herausforderung. Umso sensibler sollen uns die vielen Mahlgeschichten werden lassen, die uns die Verkündigung der Heiligen Schriften zu Ohren führt. Angesichts dessen ist es eben auch eine Herausforderung, jene Mähler, die uns von Jesus vorgesetzt werden, in ihrer Herrlichkeit und Fülle zu deuten als Zeichen der Zuwendung Gottes, als Labsal, als Grundlage fürs Leben

Artikel lesen

DAS LICHT DES ERSTEN TAGES

(Predigtgedanken zum Ostersonntag * Joh 20:1-9; Apg 10:34a, 37-43; Kol 3:1-4)

AM ERSTEN TAG DER WOCHE

Maria von Magdala geht zum Grab. Es ist der erste Tag der Woche, es ist noch dunkel. Sie ist allein. Allein auch mit sich. Ich versuche, mit vorzustellen, wie leer ihr Kopf jetzt ist – aber auch, wie voll er ist mit Erinnerungen, Enttäuschungen und Hoffnungen. Dann sieht Maria, dass der Stein weggenommen ist. Eine unheimliche Erfahrung. Sie versteht noch nicht, dass es ein Zeichen ist:
Der Stein, der die Welt der Lebenden von der der Toten trennt – weggenommen.
Der Stein, der Leben abschließt – weggenommen.
Der Stein, der Herzen schwer macht – weggenommen.
Wie sich dieses Wort anhört: w e g g e n o m m e n !

Artikel lesen

DREI BRUNNEN

(Predigtgedanken zum 3. Fastensonntag: Joh 4:5-42; Ex 7:3-7; Röm 5:1-2, 5-8)

TIEF IST DER BRUNNEN DER VERGANGENHEIT
Wir sollen heute tatsächlich eine Brunnentour machen! Wie viele Brunnen sind es wohl? – Beginnen wir mit der Geschichte vom Jakobsbrunnen. Der spendet seit unendlichen Zeiten frisches Wasser aus der Tiefe. Menschen kommen von weit her, um hier ihr Wasser zu schöpfen. Der zweite Brunnen – das ist die Frau mit der Vergangenheit. Aus ihr sprudelt die Sehnsucht heraus, aus der Quelle des Lebens zu schöpfen. Und der dritte Brunnen – das ist Jesus. Er verspricht lebendiges Wasser – und meint die unerschöpfliche Liebe Gottes. Also: Drei Brunnen. Jeder lädt ein, bei ihm zu verweilen.

Artikel lesen

WAS ZU VERLIEREN UND WAS ZU GEWINNEN IST

(Predigtgedanken zum 1. Fastensonntag Mt 4:1-11, Gen 2:7-9; 3:1-7, Röm 5:12-19)

DER BAUM IN DER MITTE DES GARTENS

Aller guten Dinge sind drei! Drei Geschichten will ich erzählen. Aus dem Vollen geschöpft. Ähnlichkeiten sind beabsichtigt und nicht zufällig.

Die beiden hatten es gut. Bisher war ihnen alles in den Schoß gefallen. Sie hatten ihr – Paradies. Aber es wurmte sie der Baum in der Mitte ihres Gartens. Seine Früchte waren verführerisch – sie aber sollten nicht von ihnen essen. Sie hatten so viel, sie hatten alles. Es fehlte ihnen nichts. Wenn doch nur dieser Baum nicht wäre! Erst umzingeln sie ihn. Ziehen ihre Kreise immer enger. Jetzt! Sollte Gott gesagt haben? Hat er. Aber sie hören die andere Stimme. Ihr könnt euch doch diese Früchte nicht entgehen lassen. Euch gehen die Augen auf. Alles, was euch noch fehlt, findet ihr hier. Was “gut” und “böse” ist, werdet ihr erkennen. Wenn ihr diesen Schlüssel nicht habt – ist alles nichts. Und der Baum steht in der Mitte, ist schön anzusehen – zu schön, um die Finger von ihm zu lassen. Wie das so ist: alles ist auf einmal nichts. Jetzt! Das Glück!

Artikel lesen

ETWAS NEUES BEGINNT

(Predigtgedanken zum Fest Taufe des Herrn / 1. So. n. Epiphanias; Mt 3:13-17; Jes 42:5a, 1-4, 6-7, Apg 10:34-38)

Ich habe ein schönes Bild vor Augen. Eltern bringen ihr Kind zur Taufe. Und wenn dann noch andere Kinder dabei sind – ein Fest. Auch für die Augen. Ein großer Tag. Schade. Vielen ist das Geheimnis, das der Taufe inne wohnt, fremd geworden: In der Taufe wird ein Mensch Gottes Kind. Ihm wird das österliche Licht geschenkt. Er bekommt ein neues Gewand. Er wird Teil, Glied einer Gemeinschaft, die mit ihm zusammen auf dem Weg ist. Die er braucht, die ihn braucht. In jeder Taufe feiert auch die Kirche Geburtstag. Das Fest einer großen Hoffnung. Ist Ihnen das alte Wort noch im Ohr? Wiedergeburt. Wiedergeburt steht für einen neuen Anfang, für ein neues Leben, für einen neuen Weg. Ein traumhaftes Bild für Menschen, die aus ihrer Haut nicht heraus kommen. Alter, Erfahrung und Ansehen spielen keine Rolle. Bei Gott muss ich auch nichts werden. Ich bin – getauft.

Artikel lesen

FAMILIE: GEMEINSAM GOTT SUCHEN

(Predigtgedanken zum Fest der Heiligen Familie / 1. So. n. Christfest, Mt 2:13-15, 19-23 / Sir 3:2-6, 12–14 / Kol 3:12-21)

Umfragen bestätigen, dass die Mehrzahl der Menschen sich nach einer Familie sehnt, in der sie geborgen sind und Stütze und Halt finden. Fakt ist aber auch, dass dies oft nicht gelingt. Familie braucht wechselseitiges Geben und Nehmen, Liebe, Barmherzigkeit, Geduld. Das gemeinsame Unterwegssein auf Gott hin stärkt diese Haltungen, die Familie wachsen lassen.

Artikel lesen